Aufsichtsbehörden wurden im Unklaren gelassen
Auch Mitsubishi Electric ließ Kundenbeschwerden unbeachtet

vwd/afp TOKIO. Nachdem Mitsubishi Motors Corp jahrelang Kundenbeschwerden über Fahrzeugmängel verschleppt hat, sieht sich der Elektronikanbieter Mitsubishi Electric Corp , beide Tokio, nun ähnlichen Vorwürfen ausgesetzt.

Das Unternehmen gab am Dienstag den bevorstehenden Rückruf von rund 100 000 Fernsehgeräten des Typs CZ-1 und CZ-2 aus Baureihen Ende der achtziger Jahre bekannt, bei denen ein Defekt zu Rauch- und Flammenentwicklung führen könnte. Die Geräte wurden nur in Japan verkauft.

Das Unternehmen räumte ein, Kundenbeschwerden nicht an die zuständigen Aufsichtsbehörden des Industrieministeriums weitergeleitet zu haben, in der Überzeugung, es handele sich um "isolierte Fälle". "Wir dachten damals auch, die Situation habe sich stabilisiert, nachdem die Zahl der Beschwerden abnahm", gestand Firmenvorstand Fumio Ookusa ein. Diese Haltung habe sich jetzt aber "durch Medienberichte geändert". Der Firmenleitung sei klar geworden, dass der gewählte Weg wegen der potenziellen Gefahren für Kunden und deren Besitz "unangemessen war".



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