Aufsichtsräte haben Zusammenschluss gebilligt
Palm übernimmt Handspring

Palm, der weltgrößte Anbieter von Taschen-PCs, übernimmt seinen kleineren Konkurrenten Handspring im Zuge eines Aktientausches.

HB/dpa MILPITAS. Dies haben die beiden Unternehmen am Mittwoch mitgeteilt. Mit der Firma Handspring hatten sich die Palm- Mitgründer Jeff Hawkins und Donna Dubinsky im Jahr 1998 von ihrem Unternehmen getrennt.

Vor der Handspring-Übernahme will Palm die Verselbstständigung der PalmSource abschließen. Die eigenständige Tochter soll künftig das Palm-Betriebssystem vermarkten und neue Lizenznehmer für die Plattform gewinnen. Die Übernahme von Handspring soll bis Herbst diesen Jahres erfolgen. Die Handspring-Aktionäre sollen 0,09 Palm-Aktien je eigenem Anteil erhalten.

Die Handspring-Aktionäre werden mit 32,2 Prozent und die Palm-Aktionäre mit 67,8 Prozent an der fusionierten Gesellschaft beteiligt sein, die im Laufe des Jahres einen neuen Namen erhalten soll. Die Handspring-Aktionäre sollen insgesamt 13,9 Mill. Palm-Aktien erhalten. Bei derzeitigen Aktienkursen läuft dies auf einen Kaufpreis von 168,8 Mill. Dollar (144 Mio Euro) hinaus.

Palm verspricht sich von dem Zusammenschluss jährliche Kostenersparnisse von 25 Mill. Dollar. Es sollen 125 Mitarbeiter ihre Stellen verlieren. Die fusionierte Gesellschaft wird über eine Taschen-PC- und eine Smartphone-Sparte verfügen. Palm-Chef Eric Benhamou verwies darauf, dass der Zusammenschluss das umfassendste Produktangebot und das erfahrenste Führungsteam der Branche bringen wird. Die Verwaltungsräte beider Firmen haben den Zusammenschluss einstimmig gebilligt, die Aktionäre und Aufsichtsbehörden müssen nun noch einwilligen.

Branchenführer Palm ist vor allem durch seine "PalmPilot"-Taschen-PCs bekannt geworden, während Handspring mit seinen "Treo"-Smartphones und mit Software für den schnellen Web-Zugang von handgroßen Rechnern und Handys am Markt ist. Der Markt für Taschen-PCs ist in den vergangenen Quartalen weiter rückläufig gewesen. Dennoch konnte sich Branchen-Pionier Palm bislang gegen die stark wachsende Konkurrenz als Marktführer behaupten.

Die einstigen Konkurrenten waren in den vergangenen Jahren zunehmend unter Druck geraten. Auch im vergangenen Quartal war der Markt für Taschen-PCs nach Angaben des Marktforschungsinstituts Gartner weltweit erneut um 11,1 Prozent zurückgegangen. Trotz der wachsenden Konkurrenz durch Anbieter wie Sony oder Hewlett-Packard, die mit Geräten mit Microsoft-Betriebssystem auf dem Markt sind, konnte sich Palm mit einem Marktanteil von 32,8 Prozent weit vor seinen Verfolgern (HP mit 16 Prozent an zweiter Stelle) als Branchen- Erster behaupten.

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