"Aufsichtsrat steht hinter Sommer"
Telekom lehnt Stellungnahme zu Bericht über Druck auf Sommer ab

Die Deutsche Telekom wollte einen Magazinbericht, wonach Telekom-Chef Ron Sommer nun auch unter Druck aus den eigenen Reihen steht, nicht kommentieren. "Wir kommentieren das nicht, aber der Aufsichtsrat steht hinter Sommer", sagte der Sprecher am Sonntag auf Anfrage.

Reuters FRANKFURT. Eine der SPD nahe stehende Gruppe von Führungskräften des Bonner Konzerns wolle bei Regulierungsmitgliedern, wie Finanzminister Hans Eichel (SPD), vorsprechen, um die ihrer Ansicht nach mangelnden Managementqualitäten des Konzernchefs darzustellen und darauf zu drängen, einen Nachfolger zu suchen, berichtet "Der Spiegel" aus seiner neuesten Ausgabe vorab.

Anlass sei ein Rundschreiben Sommers, in dem er vor allem die von "Halbwahrheiten" geprägte "Medienberichterstattung" für den schlechten Kurs der T-Aktie verantwortlich mache, schreibt "Der Spiegel". Diese Analyse entspräche nach Ansicht der Gruppe jedoch nicht der Realität, heißt es weiter. Sommer und Teile seines Vorstandes würden Probleme wie die Ertragsschwäche in fast allen Bereichen des Unternehmens verdrängen anstatt Lösungen zu suchen, hieß es weiter.

Sommer war in die Kritik geraten, nachdem der Aktienkurs des Telekomunternehmens seit März vergangenen Jahres um rund 75 % eingebrochen war. Sommer hatte jedoch einen Rücktritt mehrfach abgelehnt. "Ich laufe nicht davon", hatte er zuletzt in einem Interview mit dem Magazin "Focus" (Montagsausgabe) gesagt. Bundesfinanzminister Hans Eichel (SPD) hatte in einem Interview mit der "Welt am Sonntag" dem Telekom-Chef Rückendeckung gegeben. Die Forderung einiger Politiker nach einem Rücktritt Sommers bezeichnete er als "völlig unangebracht".

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