Aufsichtsrat stimmt Neuausrichtung zu
Fahrplan für Agiv Real Estate festgelegt

Die Aufsichtsräte der AGIV Real Estate und der HBAG haben der geplanten Neuausrichtung der vor dem Zusammenschluss stehenden Immobilienunternehmen zugestimmt.

Reuters FRANKFURT. Diese sehe vor, dass die HBAG und die AGIV auf eine neugegründete Gesellschaft verschmolzen würden, die den Namen der AGIV Real Estate fortführen solle, teilten beide Firmen am Donnerstag mit. Für 2003 plane die neue AGIV eine Verdopplung des Investitionsvolumen auf 2,5 Milliarden Euro und ein Vorsteuerergebnis von 255 Millionen Euro, hieß es.

Im Rahmen des geplanten Zusammenschluss sei der Wert der AGIV (alt) von den Wirtschaftsprüfern auf 4,57 Euro je Aktie festgelegt worden, der Wert der HBAG liege bei 13,03 Euro je Aktie. Die neue AGIV solle als Immobilienunternehmen mit klarer Ausrichtung auf überdurchschnittliche Rendite zu einem "attraktiven MDax-Wert" ausgebaut werden. "Wir erwarten 2003 ein Ergebnis vor Steuern von 255 Millionen Euro", sagte AGIV-Sprecher Jörg Bretschneider. Im laufenden Jahr gehe das Unternehmen von einem besseren Ergebnis als im Vorjahr aus. Im vergangenen Jahr hatte die AGIV Real Estate AG im Einzelabschluss noch einen Jahresfehlbetrag von 38,1 Millionen Euro ausgewiesen.

Am 16. und 18. Juli sollen die Aktionäre auf den jeweiligen Hauptversammlungen über eine Zustimmung der Fusion entscheiden. Wachsen wolle die neue Gesellschaft unter anderem durch Akquisitionen. "Derzeit sind wir in Verhandlungen mit mehreren möglichen Partnern im In- und Ausland", sagte Bretschneider ohne Angabe weiterer Details.

Die Aktie der AGIV werde nach dem Abschluss aller rechtlichen Schritte an den Börsen Frankfurt und Hamburg gehandelt. Dabei plant die AGIV, ihren Streubesitz deutlich zu erhöhen, der zeitweise unter 20 Prozent gelegen hatte. "Wenn die Fusion vollzogen ist, wird der Streubesitz bei 40 Prozent liegen", sagte Bretschneider. Mittelfristig sei eine Ausweitung des Streubesitzes auf bis zu 50 Prozent geplant. Die Aufmerksamkeit der Aktionäre wolle das Unternehmen unter anderem durch "geeignete öffentlichwirksame Mittel" auf sich ziehen.

"Wir haben seit einem Jahr konsequent daran gearbeitet, die AGIV zu einem der führenden deutschen Immobilienunternehmen auszurichten", hieß es vom Unternehmen weiter. Im vergangenen Sommer hatte die HBAG von der BHF-Bank die Mehrheit der Anteile an der AGIV übernommen. Momentan liegen nach Angaben des Sprechers rund 54,4 Prozent der Anteile bei der HBAG. Im vergangenen Jahr war das Ergebnis der AGIV von Sonderfaktoren wie Wertberichtigungen bei der Mübau Real Estate Gmbh belastet worden, die das operative Immobiliengeschäft der AGIV repräsentiert. Der Konzernumsatz lag bei 64,4 Millionen Euro.

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