Aufsichtsrat tagt noch vor Weihnachten
Medien: Steag-Gruppe wird wahrscheinlich aufgelöst

Wie die "Süddeutsche Zeitung" heute berichtet, sollen die Kraftwerke des Konzerns durch die RWE AG und die am Neuen Markt notierte Steag HamaTech AG durch den RAG-Konzern noch in diesem Jahr übernommen werden.

vwd DÜSSELDORF. Die Steag AG, Essen, mit einem Anteil von 20 % zweitgrößter deutscher Erzeuger von Strom aus Steinkohle, wird möglicherweise aufgelöst. Nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" (Dienstagausgabe) gehen die Kraftwerke an die RWE AG, Essen. Der Rest - darunter die am Neuen Markt notierte Steag HamaTech AG, Sternenfels - werde wohl beim Essener RAG-Konzern landen. Das sind die Kernpunkte eines Denkmodells, das dem Aufsichtsrat der Essener Steag in seiner nächsten Sitzung am 22. Dezember vorgelegt wird. Die Transaktion soll nach Möglichkeit noch in diesem Jahr über die Bühne gehen.

Die RAG-Ruhrkohle AG ist mit mehr als 50 % an der Steag beteiligt. Die restlichen Anteile liegen bei E.ON und RWE. Offen sei noch, was mit dem zu Steag-Energie gehörenden Geschäftsbereich IPP-International geschehen wird, für den RAG und RWE erhöhtes Interesse angemeldet haben. Unterschiedliche Interessen zwischen E.ON und RWE hatten dazu geführt, dass RWE im Frühjahr 2000 den ersten Versuch abbrechen musste, die Steag-Kraftwerke zu übernehmen. Beide Unternehmen sind sich jetzt sicherem Vernehmen nach über die Aufteilung der Steag einig, nachdem sich RWE zu Gunsten von E.ON aus dem Poker um die vom RAG-Konzern gehaltenen Ruhrgas-Aktien zurückgezogen hat, so der Bericht.

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