Aufsichtsrat will mehr Zeit
Cargolifter-Umbau gescheitert

Die Rettung des zahlungsunfähigen Luftschiffbauers Cargolifter gestaltet sich immer schwieriger. Die Aktionäre haben bisher weit weniger Finanzmittel bereitgestellt als erhofft. Damit ist der angestrebte Umbau der Cargolifter AG gescheitert.

HB/dpa BRAND. Wie das Unternehmen am Dienstag in Brand mitteilte, habe die den Anteilseignern angebotene Teilschuldverschreibung nur 1,5 bis 2 Millionen Euro eingebracht. Nötig gewesen waren aber mindestens 20 Millionen Euro, um die Insolvenz aufzuheben und den Umbau anzugehen.

Hauptursache sei aus Sicht des Aufsichtsrates die zu kurze Frist zur Zeichnung der angebotenen Teilschuldverschreibung. Er habe deshalb beim Insolvenzverwalter eine Verlängerung der eigentlich schon am vergangenen Freitag ausgelaufenen Zeichnungsfrist beantragt. Zudem habe das Kontrollgremium signalisiert, an anderen "Formen der Erhaltung der Cargolifter AG" mitzuwirken. Die Cargolifter-Aktie verlor bis zum Mittag nochmals mehr als zehn Prozent auf 0,26 Euro.

Insolvenzverwalter Rolf-Dieter Mönning trifft sich an diesem Mittwoch mit dem Gläubigerausschuss. Er hatte bereits kürzlich erklärt, dass er eine Reorganisation des Unternehmens für unwahrscheinlich halte. Mit deren Scheitern verlören die Aktionäre die Verfügungsrechte über das bereits aufgebrachte Geld. Der Verwalter muss nun unter anderem entscheiden, ob ausreichend Substanz für eine Auffanglösung vorhanden ist.

Mit der Teilschuldverschreibung wollte das Unternehmen über seine 72 000 Aktionäre bis Mitte November bis zu 45 Millionen Euro einnehmen, um damit die Insolvenz aufzuheben. Cargolifter wollte riesige Luftschiffe zum Transport schwerer Lasten bauen. In das Projekt wurden rund 300 Millionen Euro gesteckt. Fast alle noch verbliebenen Arbeitsverträge des Unternehmens mit einst 500 Mitarbeitern laufen Ende November aus.

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