Aufsichtsratsmitglied der „Leipzig 2012 GmbH“
Späth setzt sich für Leipzig ein

Lothar Späth, ehemaliger Ministerpräsident von Baden-Württemberg, wird Mitglied im Aufsichtsrat der "Leipzig 2012 GmbH". Allerdings steht er für die ihm zugedachte Spitzenposition in der deutschen Olympia-Bewerbung nicht zur Verfügung.

HB LEIPZIG. Das ist das Ergebnis eines Gesprächs zwischen Bundesinnenminister Otto Schily und dem Wirtschaftsmanager am Mittwoch in Berlin. "Herr Späth wird Mitglied im Aufsichtsrat der Bewerber GmbH werden und wird seine Erfahrungen und sein Knowhow in die Bewerbung einbringen", teilte Schily mit.

Schon am kommenden Mittwoch könnte Späth bei der Aufsichtsratssitzung in Frankfurt/Main als Mitglied vorgestellt werden. Eine Spitzenposition in der Bewerbergesellschaft, für den der Aufsichtsratsvorsitzende der Jenoptik AG im Gespräch war, wird Späth nicht einnehmen. "Lothar Späth wird die Bewerbung Leipzigs um die Olympischen Spiele 2012 mit all seinen Möglichkeiten unterstützen und steht voll hinter der Bewerbung. Für die operative Geschäftsführung der Bewerber GmbH kann Herr Späth aus zeitlichen Gründen nicht zur Verfügung stehen", erklärte Schily.

Letzteres hatte der 65-jährige Späth bereits am Nachmittag vor der Rückkehr von einer China-Reise über sein Büro mitteilen lassen. Die Leipziger Olympia GmbH versucht nach einer Serie von Affären, die Bewerbung mit einem neuen Management und einem überzeugenden Personalraster aus der Krise herauszuführen. Späth galt auf Grund seiner Persönlichkeit, seiner politischen Vergangenheit und seiner Wirtschaftskompetenz als besonders geeignet, die Bewerbung mit nach vorn zu bringen. Er ist jedoch nicht der einzige Kandidat für eine führende Position, durch die auch Leipzigs Oberbürgermeister Wolfgang Tiefensee entlastet werden soll.

Der Aufsichtsrat der Olympia GmbH will bei seiner Sitzung am 19. November in Frankfurt/Main eine neue Struktur des Managements vorlegen und die Geschäftsführung, die gegenwärtig allein von Mike de Vries wahrgenommen wird, ergänzen. Das Suchen nach einer Persönlichkeit, die über der Geschäftsführung vor allem nach außen agieren soll, ist jedoch aus Sicht der Bewerbungs-GmbH nicht vordringlich. Zunächst muss der Fragebogen des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) bis zum 15. Januar beantwortet werden. Auf der Basis dieser Fakten sortiert das IOC-Exekutivkomitee am 18. Mai in einer Vorrunde einige der neun Bewerber um die Spiele 2012 aus. Sie werden im Juli 2005 vergeben.

Späth hatte die Jenoptik in Jena als Vorstandsvorsitzender zum Erfolg geführt und das frühere DDR-Kombinat zu einem erfolgreichen Technologiekonzern ausgebaut. Seit Beginn des Jahres steht Späth an der Spitze des Aufsichtsrats und ist in der Wirtschaft noch durch weitere Aufgaben gebunden.

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