Aufsichtsratsposten reserviert
Aventis-Chef Dormann vor Rücktritt

Der bisherige Vorstandschef des französisch-deutschen Pharmakonzerns Aventis, Jürgen Dormann, soll auf Vorschlag des Vorstandes bald in den Aufsichtsrat wechseln.

Reuters FRANKFURT. Dies werde der Vorstand dem Aufsichtsrat auf seiner nächsten Sitzung am 6. März vorschlagen, teilte Aventis am Montag in einer Pflichtveröffentlichung mit und bestätigte damit einen entsprechenden Zeitungsbericht. Dem künftigen Vorstand solle Igor Landau, derzeitig Chef von Aventis Pharma, als Vorsitzender angehören, als sein Stellvertreter sei Horst Waesche vorgesehen. Aventis war 1999 aus dem Zusammenschluss der ehemaligen Hoechst AG mit der französischen Rhone-Poulenc hervorgegangen.

Das Unternehmen teilte weiter mit, auch der Wechsel des stellvertretenden Vorsitzenden Jean-Rene Fourtou in den Aufsichtsrat werde vorgeschlagen. Dormann und Fourtou sollen als Vorsitzender und stellvertretender Vorsitzender im Aufsichtsrat vorgeschlagen werden. Die Pläne sollen den Aktionären auf der nächsten Hauptversammlung am 14. Mai zur Abstimmung vorgelegt werden. "Nachdem die Integration abgeschlossen ist und die Ausrichtung auf das Pharmageschäft erfolgreich umgesetzt wurde, wollen wir die Entwicklung von Aventis im Aufsichtsrat weiter voranbringen", sagten Dormann und Fourtou einer gemeinsamen Erklärung zufolge. "Zugleich soll das Management durch zusätzliche Führungskräfte aus dem Pharmageschäft gestärkt werden", hieß es. Unter der gemeinsamen Führung von Landau und Waesche solle ein neues Team auf den Leistungen von Aventis Pharma aufbauen. Weitere Einzelheiten wolle Aventis im Anschluss an die Aufsichtsratsitzung bekannt geben.

"Les Echos" hatte in ihrer Montagausgabe unter Berufung auf Branchenkreise berichtet, dass für Mittwoch eine außerordentliche Sitzung des Aufsichtsrats geplant sei, um über die Positionen von Dormann und Fourtou zu entscheiden. Mit einem Wechsel von Vize-Chairman Fourtou in das Aufsichtsgremium des Konzerns sei gerechnet worden. Beobachter hätten jedoch erwartet, dass Dormann im Vorstand bleibe. Die Pläne hätten sich geändert, als Dormann im November Aufsichtsratsvorsitzender des schweizerisch-schwedischen Elektrotechnikkonzerns ABB geworden sei, schrieb die Zeitung.

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