Aufsichtsratsvorsitzende legt Amt nieder
ProSieben verschiebt geplante Aktien-Umwandlung

Die Senderfamilie ProSiebenSat.1 Media hat die geplante Umwandlung ihrer Vorzugsaktien in Stammaktien bis auf weiteres verschoben. Zugleich werden vier Aufsichtsräte ihre Mandate niederlegen.

Reuters MÜNCHEN. Der ProSieben-Aufsichtsrat sehe die geplante Aktien-Umwandlung zu einem späteren Zeitpunkt vor, hieß es in einer nach Börsenschluss veröffentlichten Pflichtmitteilung des Unternehmens. Grund sei, dass die insolvente KirchMedia als Mehrheitsgesellschafterin von Pro Sieben das Vorhaben derzeit nicht unterstütze.

Daher hätten sich Vorstand und Aufsichtsrat von ProSieben entschieden, die Aktien-Umwandlung nicht auf die Tagesordnung der Hauptversammlung Anfang Juli zu setzen. Dessen ungeachtet hielten beide Gremien an der Umsetzung des Vorhabens "zum frühestmöglichen Zeitpunkt" fest.

Die KirchMedia hatte nach ihrem Insolvenzantrag bereits angekündigt, im Rahmen des vorläufigen Insolvenzverfahrens keine Entscheidungen über die Umwandlungen der ProSieben-Vorzugsaktien zu treffen, weil dies die Interessen der Gläubigerbanken und Investoren von KirchMedia betreffen könnte. Erst wenn die künftigen Gesellschaftsverhältnisse der KirchMedia geklärt seien, werde KirchMedia diesen Schritt befürworten.

ProSieben teilte weiter mit, dass der Aufsichtsratsvorsitzende Dieter Hahn, sein Stellvertreter Thomas Kirch sowie die Aufsichtsräte Jan Mojto und Klaus Piette zum 21. Juni ihre Mandate niederlegen werden. An ihre Stelle sollen Wolfgang von Betteray, Norbert Deigner und Fred Kogel sowie Commerzbank-Vorstandsmitglied Wolfgang Hartmann treten. Dies werde der Hauptversammlung vorgeschlagen.

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