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Aufständische im Irak unterbrechen Ölleitung

Bagdad (dpa) - Mit einem Anschlag auf eine wichtige Pipeline haben Aufständische im Nordirak am Dienstag die Öllieferung in die Türkei unterbrochen. Auch die Versorgung der größten irakischen Raffinerie in Bedschi kam durch den Ausfall des Verteilerknotens zum Erliegen.

Bagdad (dpa) - Mit einem Anschlag auf eine wichtige Pipeline haben Aufständische im Nordirak am Dienstag die Öllieferung in die Türkei unterbrochen. Auch die Versorgung der größten irakischen Raffinerie in Bedschi kam durch den Ausfall des Verteilerknotens zum Erliegen.

Bei Gewaltakten starben mindestens elf Iraker und vier US-Soldaten. Nach Angaben der Polizei in Bedschi verübten die Saboteure den Sprengstoffanschlag am frühen Dienstag nahe Bedschi, 200 Kilometer nördlich von Bagdad. Augenzeugen berichteten, es seien hohe Flammen und große schwarze Rauchwolken zu sehen gewesen. Ein Mitarbeiter der Nordöl-Gesellschaft in Kirkuk bestätigte, dass der Transport des Rohöls von den Ölfeldern um Kirkuk zum türkischen Mittelmeerhafen Ceyhan unterbrochen wurde.

Unterdessen wurden bei einem Autobombenanschlag in Bakuba, 60 Kilometer nördlich von Bagdad, nach Angaben der Polizei sechs irakische Nationalgardisten getötet. Vier weitere Iraker wurden bei dem Anschlag vor einem belebten Kontrollpunkt der Nationalgarde verletzt. Nach Angaben eines US-Sprechers konnte dadurch Schlimmeres verhindert werden, dass ein US-Militärfahrzeug den Pritschenwagen mit der Sprengladung noch kurz vor der Explosion von der Straße drängte. Erst am vergangenen Mittwoch hatte ein Selbstmordattentäter in Bakuba beim blutigsten Anschlag seit der Machtübergabe im Irak 70 Menschen getötet.

Zwei US-Soldaten wurden in der Nacht zum Dienstag in Bagdad getötet, als ihr Fahrzeug auf einen Sprengsatz fuhr. Das gab das US- Militärkommando in Bagdad bekannt. Zwei weitere US- Marineinfanteristen erlagen ihren Verletzungen, die sie am Montag bei einem Einsatz in der westirakischen Provinz Anbar erlitten hatten. In Anbar liegen die Widerstandshochburgen Falludscha und Ramadi. Bei weiteren Gewalttaten und Auseinandersetzungen starben fünf Iraker.

In Kerbela demonstrierten am Dienstag 3000 Anhänger des radikalen Schiitenpredigers Muktada el Sadr für die Freilassung des von US- Truppen verhafteten örtlichen Bürochefs ihrer Bewegung. El Sadrs Gefolgsmann Methal el Hasnawi war am vergangenen Samstag von US- Truppen in Kerbela festgenommen worden.

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