Aufsteiger und Absteiger bei Investmentfonds
Bessere Ratings für Value-Fonds

Der Anleger sollte sich bei der Fondsauswahl nicht allein auf Wertentwicklungs-Hitlisten stützen. Er muss auch das Risiko der Produkte beachten. Ratings wollen an dieser Stelle weiterhelfen. Sie bündeln die Ergebnisse einer umfassenden Analyse in einer Gesamtbewertung - ähnlich einer Schulnote.

ina FRANKFURT/M. Jetzt hat Morgan Stanley den Sprung geschafft. Das US-Investmenthaus erhielt soeben für seinen europäischen Aktienfonds European Value Equity Fund das zweitbeste Rating "(B)". Vor einem Monat stand das in preisgünstige Titel ("Value") investierende Produkt mit der durchschnittlichen Note "(C)" noch auf der Beobachtungsliste. Dieses Beispiel illustriert den Wert der links abgedruckten Beobachtungsliste als "Frühwarnsystem" für mögliche Ratingveränderungen.

Das Handelsblatt veröffentlicht monatlich und exklusiv eine Tabelle mit markanten Ratingveränderungen der in Deutschland angebotenen Investmentfonds. Dazu kommt die erwähnte Beobachtungsliste. Diese Liste nennt zusätzlich die Gründe für mögliche Veränderungen der Bewertung in der Zukunft: Verbesserungen bzw. Verschlechterungen bei der Performance oder beim Risiko, in der Spalte "Kommentar" durch die Kürzel "P+", "R+", "P-" bzw. "R-" gekennzeichnet. An möglichen Veränderungen können auch Managerwechsel ("MW") oder Strategieänderungen in der Anlagepolitik ("S") einen Anteil haben. Derartige Ereignisse bringen einen Fonds ebenfalls auf die Beobachtungsliste. Im aktuellen Fall sind vier Fonds von Fred Alger Management berücksichtigt. Die US-Investmentgesellschaft zählt zu den Leidtragenden des Terroranschlages in New York.

Ausschließlich online stellt das Handelsblatt auf dieser Seite eine komplette Liste der erstmals bewerteten Fonds bereit. Datenlieferant ist die Vermögensverwaltungs- und Fondsresearchgesellschaft Feri Trust, Bad Homburg. Die Feri-Experten filtern die auffälligsten Bewertungsveränderungen heraus.

>> Liste der Aufsteiger

>> Liste der Absteiger

Die Liste bietet eine komplette Übersicht über jene Produkte, bei denen sich das Rating im aktuellen Zwölfmonatsrückblick (hier Ultimo August 2000 zu Ultimo August 2001) um mindestens zwei Bewertungsklassen verändert.

Auffällig ist, das neben dem genannten Morgan-Stanley-Produkt jetzt auch andere Value-Produkte mit besseren Noten bedacht werden. Darauf deuten bereits die Fondsnamen hin, unter anderem bei Portfolios von Vontobel, der Citigroup und Pioneer.

>> Tabelle mit neu bewerteten Fonds

>> Beobachtungsliste der Fonds, die möglicherweise neu bewertet werden müssen

Die Bewertungen bieten Anlegern eine Orientierungshilfe bei der Produktwahl innerhalb der gleichen Anlagegruppe; Ratings von Fonds aus unterschiedlichen Anlagegruppen sind nicht vergleichbar. Per saldo gibt das Rating Aufschluss darüber, inwieweit der Fonds für einen mittelfristigen Zeitraum eine stabile überdurchschnittliche Wertentwicklung bei relativ niedrigem Risiko ausweist.

Zur Notenskala: Die Feri-Strategen bilden in den wichtigen Fondsgruppen fünf Qualitätsstufen auf einer Skala von ("A)" für sehr gut bis "(E)" für schwach. Die Gesamtnote wird zu 70 % durch die Ergebnisse der Performanceanalyse bestimmt, zu 30 % durch das Risiko. Bei den Performanceaspekten zählt zum einen die Wertentwicklung im Verhältnis zum Vergleichsindex und zu anderen Fonds mit ähnlicher Anlageausrichtung. Zum anderen fließt die Stabilität der Wertentwicklung sowie das Fondsverhalten in Auf- und Abschwungphasen an der Börse mit in die Bewertung ein.

Für eine Bewertung kommen nur Produkte in Frage, die fünf Jahre oder länger existieren. Darüber hinaus werden nur Noten vergeben, wenn es mindestens 20 Konkurrenzfonds gibt.

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