Aufstieg zum zweitgrößten Asset Manager
Deutsche Bank: Übernahme von Scudder ist perfekt

Die Deutsche Bank AG und Zurich Financial Services Group sind sich handelseinig. Am Montag wird auf einer Pressekonferenz in Zürich die Übernahme des Vermögensverwalters Zurich Scudder Investments durch die Deutsche Bank verkündet werden. Dies erfuhr das Handelsblatt aus Bankenkreisen.

fs/po/rl/rob FRANKFURT/M. Im Gegenzug soll Zurich Financial europäische Versicherungsaktivitäten der Deutschen Bank - hauptsächlich den Deutschen Herold -, den Finanzberater Bonnfinanz sowie eine Barzahlung in Höhe von rund einer Mrd. US-Dollar (etwa 2,12 Mrd. DM) erhalten. Gerling ist nicht Teil der Vereinbarung und soll nicht an Zurich übergehen. Die Barzahlung könnte auf Grund der aktuellen tragischen Ereignisse in den USA und den Auswirkungen auf die Vermögensverwaltung (Asset Management) geringer ausfallen, heißt es. Unklar ist noch, ob die Deutsche Bank die zu Zurich Financial Services gehörende Fondsgesellschaft Threadneedle übernimmt. Der exklusive Vertrieb der Versicherungen über die Deutsche Bank 24 soll beibehalten werden.

Scudder verwaltet hauptsächlich in Amerika und Großbritannien Kundenvermögen von rund 440 Mrd. US-Dollar. Mit der Übernahme würde die Deutsche Bank ihre offene Flanke in den USA schließen und mit einem verwalteten Vermögen von 1,2 Bill. Euro hinter der Citigroup der zweitgrößte Asset Manager weltweit werden.

Zurich-Financial-Chef Rolf Hüppi hat angeblich großes Interesse an dem Deal. Denn die Entwicklung bei Scudder verläuft alles andere als positiv: Im Jahr 2000 zogen Anleger rund 4,9 Mrd. US-Dollar aus den Fonds ab, in diesem Jahr bis einschließlich Juli bereits 2,4 Mrd. US-Dollar.

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