Aufstockungen bei Produktionsplanungen
Opel-Beschäftigte gehen beruhigt in die Allianz mit Fiat

Der Verzicht auf betriebsbedingte Kündigung bis zum Jahr 2010 sei ein wichtiger Bestandteil der heute beschlossenen Vereinbarungen zwischen Betriebsrat und Management, so der Betriebsratsvorsitzende Franz.

dpa RÜSSELSHEIM. Nach umfangreichen Abmachungen zur Sicherung der Arbeitsplätze gehen die Opel-Beschäftigten beruhigt in die Allianz mit Fiat. Betriebsrat und Management des Rüsselsheimer Autoherstellers einigten sich am Freitag auf ein Bündel von Vereinbarungen für die künftigen Arbeitnehmer der beiden deutschen Wichtigster Punkt sei der Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen bis 2010, sagte der Gesamtbetriebsratsvorsitzende Klaus Franz der dpa. Außerdem sei es gelungen, die Produktionsplanungen zum Teil deutlich aufzustocken.

Diese Abmachungen betreffen rund 5 000 Opel-Beschäftigte in Bochum, Kaiserslautern und Rüsselsheim. Sie sollen bis zum Jahresende in die neue für Getriebe und Motoren, die Opel Powertrain GmbH, sowie die Vertriebstochter GM/Fiat Worldwide Purchasing Opel Germany GmbH wechseln. Im Juni hatten Opel-Vorstand und Gesamtbetriebsrat vereinbart, dass alle Beschäftigten, die in die neuen Gesellschaften wechseln, so behandelt werden, als wären sie weiterhin bei Opel beschäftigt.

Die Vereinbarung sieht nach Opel-Angaben außerdem in Bochum zusätzliche Investitionen von 160 Millionen DM innerhalb der nächsten fünf Jahre vor. Der Powertrain-Standort Rüsselsheim solle vor allem die Konstruktion von Benzinmotoren vorantreiben. Zugleich sei sicher gestellt, dass im Internationalen Technischen Entwicklungszentrum (ITEZ) auch künftig Dieselmotoren entwickelt würden.

Der Personalvorstand der Adam Opel AG, Norbert Küpper, sprach von "enormen Chancen der Kooperation mit Fiat", von denen die Opel-Werke und die Beschäftigten profitierten. Betriebsratschef Franz wertete die Vereinbarungen als beispielhaft in Deutschland. "Mit dieser umfassenden Regelung in Bezug auf Produktionskapazitäten und langfristige Beschäftigung können die Mitarbeiter mit vollem Vertrauen in die Joint Ventures gehen."

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