Auftakt zum Wahlparteitag
US-Republikaner nominieren Bush

Reuters PHILADELPHIA. Zum Auftakt des viertägigen Wahlparteitages der republikanischen Partei in Philadelphia haben die Delegierten am Montag den Gouverneur aus Texas, George W. Bush, als Präsidentschaftskandidaten nominiert.

Die mehr als 2000 Delegierten stimmten auch der Wahlplattform zu, mit der sich Bush um ein moderates Profil der konservativen Republikaner bemüht und sich gegen den demokratischen Kandidaten, Vize-Präsident Al Gore, durchsetzen will. Im Vergleich zu den früheren Parteiplattformen ist diese in einem liberalen Ton gehalten, bezieht aber etwa in der Frage des Abtreibungsrechts und der Gleichstellung Homosexueller eindeutig konservative Positionen.

Der Vorsitzende der Republikaner, Jim Nicholson, eröffnete den Kongress. Vier Stunden später war Bush nominiert, andere Kandidaten waren nicht vorgeschlagen worden. Bush selbst wird sich erst am Ende des Kongresses am Donnerstagabend in einer Rede an die Delegierten wenden und die Nominierung ofiziell annehmen. Zum Auftakt sollten unter anderem Bushs Ehefrau Laura und der frühere Generalstabschef Colin Powell sprechen.

Auf die Wahlplattform könne jeder Republikaner stolz sein. Sie werde Bush ins Weiße Haus bringen, erklärte der Gouverneur des US-Bundesstaates Wisconsin, Tommy Thompson, der den Ausschuss zur Ausarbeitung des Papiers leitete.

Rund 16 000 Journalisten verfolgen den Parteitag, auf dem am Mittwoch der von Bush als Vize-Präsident vorgesehene ehemalige Verteidigungsminister Dick Cheney sprechen wird. Cheney war unter Bushs Vater George im Amt, der 1992 die Präsidentenwahl gegen Bill Clinton verloren hatte. Der Nachfolger Clintons, der nach zwei Amtszeiten nicht wieder kandidieren kann, wird am 7. November gewählt und tritt im Januar kommenden Jahres sein Amt an.

US-Präsident Bill Clinton kritisierte die Steuerpläne der Republikaner. Falls sie umgesetzt würden, müssten in den kommenden zehn Jahren die zu erwartenden staatlichen Überschüsse komplett zur Gegenfinanzierung aufgewendet werden. Damit wäre eine künftige Regierung nicht mehr in der Lage, das Gesundheits- und Sozialsystem zu reformieren, sagte Clinton.

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