Auftaktsieg gegen Barbara Schett
Groenefeld steht in Leipzig im Achtelfinale

Überraschend hat sich das 18 Jahre deutsche Tennis-Talent Anna-Lena Groenefeld in der ersten Hauptrunde beim WTA-Turnier in Leipzig gegen die Österreicherin Barbara Schett durchgesetzt und damit das deutsche Damen-Tennis vor einer Blamage bewahrt.

HB LEIPZIG. Beim mit 585 000 Dollar dotierten 14. Leipziger WTA-Turnier gewann sie gegen die Österreicherin mit 6:3, 6:4 und zog in die 2. Runde ein. Dort trifft sie am Donnerstag auf Nadja Petrowa (Russland), die gegen Katarina Srebotnik (Slowenien) mit 6:2, 6:4 gewann und sich besonders im zweiten Satz sehr schwer tat.

Anna-Lena Grönefeld, die mit einer Wild Card als einzige Deutsche ins Hauptfeld kam, zeigte vor ihrer Gegnerin keinerlei Respekt. "Ich wusste, dass ich eine Chance habe", sagte die Niedersächsin. Sie begann das Match mit einem Ass, führte schnell mit 2:0 und 4:1 und brachte dann den ersten Satz mit überlegtem Spiel zum Erfolg. Vor allem mit ihrem starken ersten Aufschlag und sicherem Grundlinienspiel beeindruckte sie die Österreicherin. Probleme bekam sie nur, wenn Schett ihren ersten Aufschlag platzieren konnte.

Das gelang ihr vornehmlich in der Anfangsphase des zweiten Satzes, der lange Zeit hart umkämpft war. "Die Beinarbeit ist noch ein Schwachpunkt. Aber den kriege ich immer besser in den Griff", erzählte die in Phoenix im US-Bundesstaat Arizona trainierende Deutsche. Vorentscheidend war das vierte Spiel, als die Nordhornerin mit zähem Kampf ein Break verhinderte. Im siebenten Spiel schaffte sie es dann, der als Nummer 71 der Welt geführten Österreicherin den Aufschlag abzunehmen. Mit dem ersten Matchball zog Anna-Lena Grönefeld zum dritten Mal in ihrer noch jungen Laufbahn ins Achtelfinale ein.

Wegen der Vergabe der Wild Card an die Siegerin des Junioren- Turniers der French Open durch Fedcup-Teamchef Klaus Eberhard hatte es im Vorfeld viel Ärger gegeben. Die nach ihrer Platzierung in der Weltrangliste beste deutsche Spielerin, Anka Barna (Moers), kündigte daraufhin an, nie mehr unter Eberhard im Fedcup anzutreten.

Die belgischen Turnier-Favoritinnen Kim Clijsters und Justine Henin-Hardenne greifen erst am Donnerstag ins Geschehen ein. Die Weltranglisten-Erste Clijsters, die das Leipziger Turnier 2000 und 2001 gewann, trifft dabei auf Jelena Dokic (Serbien-Montenegro). Diese setzte sich gegen die Kroatin Jelena Kostanic mit 7:6 (9:7), 6:4 durch. Gegnerin der Weltranglisten-Zweiten Henin-Hardenne ist die Tschechin Denisa Chladkova.

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