Auftaktspiel gegen die Slowakei
Unangenehmer Gegner für die deutschen Tennis-Herren

Mit der Slowakei wird das deutsche Daviscup-Team von einem hervorragenden Gegener beim angepeilten Wiederaufstieg in die Weltgruppe gefordert. Das ergab die Auslosung am Dienstag in London. Die Begegnung findet vom 24. bis 26. September wahrscheinlich in Bratislava statt.

HB LONDON. Da beide Mannschaften im Daviscup noch nie gegeneinander gespielt haben, wurde auch das Heimrecht gelost - und fiel an die Slowaken.

"Uns wird derzeit nichts leicht gemacht. Das ist ein hartes Los und eine schwere Aufgabe. Die haben sich sicher auch nicht gefreut, als sie uns bekommen haben", kommentierte Daviscup-Teamchef Patrik Kühnen, der sehnlichst auf ein Heimspiel gehofft hatte. Sportlich sind auch die Slowaken für die Erstklassigkeit geeignet. Dominik Hrbaty hat in diesem Jahr schon drei Turniere gewonnen und steht im Champions Race auf Platz sechs. Routinier Karol Kucera hatte sich 1998 in der Weltrangliste ebenfalls bis auf Platz sechs gespielt. Beide spielen stark auf Hartplätzen, dem Lieblingsbelag der Deutschen.

Das Team, das durch Karol Beck ergänzt wird, hatte sich am Wochenende 3:2 in Südafrika durchgesetzt. Der Sieg gegen die Mannschaft um Routinier Wayne Ferreira stand bereits nach dem Doppel fest, Beck siegte dabei zum Auftakt gegen Ferreira. Kühnen will sich davon aber nicht beeindrucken lassen: "Es gab viele Möglichkeiten, aber man kann es nicht ändern. Wir fahren da relativ selbstbewusst hin und haben eine Chance, das zu gewinnen."

Nach dem glatten 5:0 über Israel war das deutsche Team mit Rainer Schüttler, Nicolas Kiefer, Thomas Haas und Alexander Waske am Dienstag zunächst zwar den acht gesetzten Nationen zugeordnet worden. Deshalb waren keine Spiele gegen den entthronten Cup-Verteidiger Australien oder Russland möglich. Von den acht nicht gesetzten Teams gehören die Slowaken allerdings zu den leistungsstärksten.

Zweifelhaft ist, dass durch das Gastspiel bei den starken, in der Öffentlichkeit aber eher unbekannten Slowaken größeres Medien- Interesse geweckt werden kann als am Wochenende in Alsdorf. Dort hatte an den ersten beiden Tagen der Münchner Privatsender "Tele 5" Live-Bilder ausgestrahlt, bei einem attraktiven Heimspiel hätte nun möglicherweise wieder Interesse der öffentlich-rechtlichen Fernsehsender vorgelegen.

In den restlichen Relegationspartien kommt es unter anderem zur Begegnung zwischen Australien und Marokko, dabei genießt der 28- malige Cupsieger Heimrecht. Russland mit Marat Safin muss in Thailand mit Paradorn Srichaphan um den Verbleib in der Weltgruppe der 16 besten Nationen spielen.

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