Auftrag über 900 Millionen Euro
Telefónica lässt ihr deutsches UMTS-Netz von Lucent bauen

Der US-Telekom-Ausrüster Lucent Technologies wird für 900 Mill. Euro das Mobilfunknetz des spanischen Fernmeldekonzerns Telefónica in Deutschland aufbauen.

dri BERLIN. Telefónica Móviles, die börsennotierte Mobilfunksparte der spanischen Telekom Telefónica, hat Lucent Technologies Inc, Murray Hill, als ersten Lieferanten für ihr UMTS-Netz in Deutschland ausgewählt. Wie beide Unternehmen mitteilten, hat das Abkommen einen Wert von 900 Mill. Euro.

Lucent wird den Angaben zufolge Telefónica Móviles mit Produkten und Dienstleistungen für das in Deutschland gemeinsam mit der finnischen Sonera aufzubauende UMTS-Netz beliefern. Dabei wird Lucent die Finanzierung übernehmen. Details wollten die Unternehmen nicht nennen.

Das Abkommen müsse noch in einem Vertrag umgesetzt werden. Außerdem verabredeten Telefónia Móviles und Lucent eine Ausweitung ihrer Zusammenarbeit auf Österreich, Italien und Spanien, in denen Telefónica ebenfalls über UMTS-Lizenzen für den neuen Multimedia-Mobilfunk verfügt.

Der Deutschland-Geschäftsführer von Lucent, Hans Huber, bezeichnete den Auftrag der Spanier als einen Baustein, im deutschen Markt zum drittgrößten Ausrüster für Kommunikationsnetze zu werden. Neben dem Telefónica-Auftrag befänden sich auch die Verhandlungen mit weiteren Netzbetreibern in einem "sehr erfolgversprechenden Stadium". Carlos Mira, Chef des europäischen UMTS-Geschäfts bei Lucent, sagte, dass Telefónica das erste Beispiel für die langfristigen Verträge mit Mobilfunknetzbetreibern sei, wie sie Lucent in Europa anstrebe. So werde es in den folgenden Jahren mit hoher Wahrscheinlich Anschlussaufträge von Telefónica für Lucent geben, wenn das Netz für wachsende Kundenzahlen ausgebaut werden müsse, so Mira.

Von den sechs UMTS-Lizenzinhabern hat sich die Vodafone-Tochter D2 für Ericsson und Siemens als Systemlieferanten entschieden. Ericsson hat außerdem einen UMTS-Großauftrag von Mobilcom erhalten. Viag Interkom will sich in den nächsten Wochen zwischen Nokia, Nortel Networks und Siemens entscheiden, wobei sich Siemens gute Chancen ausrechnet. Die Deutsche-Telekom-Tochter T-Mobil und E-Plus wollen erst im Januar ihre Systemlieferanten bestimmen.

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