Auftragsbestände wurden abgearbeitet
Aufschwung am Arbeitsmarkt ist vorbei

Der Monat August hat nach Einschätzung von Experten das Ende des seit 1998 andauernden Arbeitsmarkt-Aufschwungs gebracht. Nach den Berechnungen der Fachleute ist die Zahl der Erwerbslosen im Jahresvergleich erstmals seit mehr als drei Jahren wieder angestiegen.

dpa-AFX NÜRNBERG. Mit rund 3,9 Mio. seien im Vormonat rund 10 000 Menschen mehr ohne Arbeit gewesen als im August 2000. Die offiziellen Zahlen will der Präsident der Bundesanstalt für Arbeit (BA), Bernhard Jagoda, an diesem Mittwoch bekannt geben.

Auch im Monatsvergleich kann der August nicht mehr an die positive Arbeitsmarkt-Entwicklung des Vorjahres anknüpfen. Bei den errechneten 3,79 Mio. Jobsuchern würde die Zahl der arbeitslosen Männer und Frauen nur noch um 5000 bis 10 000 unter dem Niveau vom Juli liegen. Im August des Vorjahres war die Zahl der Erwerbslosen im Monatsvergleich noch um 23 000 zurückgegangen.

Schlechte Lage im Baugewerbe verschärft die Situation

Nach Einschätzung der Arbeitsmarkt-Experten hat vor allem die schwache Konjunktur die zum Ende der Urlaubszeit gewöhnlich ausgeprägte Einstellungsbereitschaft der Unternehmen gebremst. "Die Auftragsbestände sind hier inzwischen weitgehend abgearbeitet. Hinzukommt die schlechte Lage im Baugewerbe", meinte der Konjunktur-Experte eines norddeutschen Wirtschaftsforschungs-Instituts. Dies habe im August vor allem den Westen Deutschlands getroffen.

Im Juli hatte die Zahl der Arbeitslosen im Vergleich zum Vormonat um 104 300 zugenommen. Insgesamt waren 3 798 700. Männer und Frauen ohne Arbeit. Im Jahresvergleich war der Abbau der Arbeitslosigkeit nahezu zum Stillstand gekommen. Die Differenz zum Juli 2000 betrug nach Angaben der Bundesanstalt nur noch 4 900. Die Arbeitslosenquote stieg um 0,3 Prozentpunkte auf 9,2 Prozent. Im Westen waren im Juli 2,445 Mio. (plus 65 000) Menschen ohne Arbeit gewesen, im Osten 1,353 (plus 39.400).

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