Auftragsbestand bei jeder vierten Firma zu klein
Ifo-Studie: Wachstum bei Software- und DV-Dienstleistern sinkt

Das Wachstum der deutschen Softwareunternehmen und Informationstechnik-Dienstleister wird sich im laufenden Jahr nach einer Studie des Münchener Instituts für Wirtschaftsforschung (Ifo) weiter verlangsamen.

Reuters MÜNCHEN. Die Stimmung in dieser Branche habe sich rapide verschlechtert und das Geschäftsklima ein neues Allzeittief erreicht, hieß es in der am Dienstag veröffentlichten Ifo-Studie, zu der rund 430 Firmen befragt wurden. Der Umsatz der Unternehmen werde voraussichtlich 2001 nur noch um sechs bis sieben Prozent zulegen, nach noch acht Prozent im vergangenen Jahr. Die Auswirkungen der Anschläge in den USA seien jedoch noch nicht berücksichtigt.

Die Nachfrage nach Softwareprodukten und informationstechnischen Dienstleistungen habe sich erheblich verlangsamt, hieß es in der Studie weiter. Die Branche bekomme zu spüren, dass sich einige Unternehmen nach der bewältigten Umstellung auf den Euro und auf das Jahr 2000 mit Investitionen erst einmal zurückhielten. Vor den Anschlägen rechnete aber immer noch jeder dritte Teilnehmer der Umfrage mit einem Umsatzplus, vor einem Jahr waren es noch fast 60 % gewesen. "Die Umsatzzuwächse vom letzten Jahr werden sich 2001 keinesfalls erreichen lassen", schrieb Experte Joachim Gürtler.

Die Ernüchterung in der Branche schlägt sich der Umfrage zufolge auch immer stärker auf die Beschäftigungszahlen nieder. Nur noch jedes zehnte Unternehmen habe von April bis Juni neues Personal eingestellt. Damit verhallten auch die lauten Klagen über den Mangel an qualifizierten Fachkräften bei den deutschen Software- und IT-Dienstleistern. Dagegen nähmen die Sorgen über schwach gefüllte Auftragsbücher enorm zu. Jede vierte Firma bezeichne den Auftragsbestand als zu klein. Dies sei der schlechteste Wert seit der Einführung des Ifo-Konjunkturtests in der Branche 1995, die seither vierteljährlich durchgeführt wird.

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