Auftragseingänge erreichem Rekordwert
Heideldruck nach teurer Messe mit geringerem Quartalsgewinn

50 Millionen Euro für die Branchenmesse Drupa haben den Gewinn geschmälert, für 2000/2001 wird wieder mit kräftigem Zuwachs gerechnet.

Reuters HEIDELBERG. Die Heidelberger Druckmaschinen AG hat im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2000/01 (per Ende März) einen geringeren Gewinn ausgewiesen, rechnet aber im Gesamtjahr weiterhin mit kräftigen Zuwächsen.

Das Ergebnis nach Steuern sei in den ersten drei Monaten um 41,7 Prozent auf 21 Millionen Euro gefallen, teilte das Unternehmen am Dienstag in Heidelberg mit. Vor allem die Kosten für den Auftritt bei der Messe Drupa hätten den Gewinn geschmälert. Bei den Aufträgen habe Heideldruck im Quartal hauptsächlich durch die Branchenmesse ein kräftiges Plus verzeichnet, auch der Umsatz sei deutlich gewachsen.

Bereits auf der Bilanzpressekonferenz im Juli hatte Finanzvorstand Herbert Meyer angekündigt, durch die hohen Kosten von über 50 Millionen Euro für die Branchenmesse werde der Quartalsgewinn unter dem Vorjahreswert liegen. Ein Firmensprecher sagte nun, ein sehr hoher Prozentsatz des Gewinnrückgangs resultiere aus diesen Belastungen. Im Gesamtjahr solle der Jahresüberschuss aber weiterhin um acht bis zehn Prozent über dem Niveau des vergangenen Geschäftsjahres von 251 Millionen Euro liegen.

Nachdem Heideldruck auf der Branchenmesse Drupa kräftig Aufträge eingesammelt habe, sei der Auftragseingang im Quartal um rund 69 Prozent auf den Rekordwert von 1,778 Milliarden Euro gesprungen. Der Umsatz sei im selben Zeitraum um 19,4 Prozent auf rund eine Milliarde Euro gestiegen. Bereinigt um die erstmalige Konsolidierung des von Kodak erworbenen Digitaldruck-Geschäfts habe der Zuwachs noch 11,8 Prozent betragen.

Da die auf der Drupa eingegangenen Bestellungen in den Erlösen des ersten Quartals nur in geringem Umfang enthalten sein, werde im weiteren Jahresverlauf mit einem spürbaren Umsatzplus gerechnet. Der Konzernumsatz solle im Gesamtjahr die Fünf-Milliarden-Grenze überspringen, bekräftigte der Sprecher.

Insbesondere die neuere Sparte Digital sei mit einem Auftragsplus von 125 Prozent im Quartal deutlich gewachsen, teilte Heideldruck weiter mit. In der Sparte Bogenoffset sei der Auftragseingang um 71 Prozent und im Bereich Rollenoffset um 33 Prozent gestiegen. Ende Juni habe die Gruppe 24 530 Mitarbeiter beschäftigt, elf Prozent mehr als im Vorjahr.

Der Aktienkurs der Heidelberger Druckmaschinen AG sank am Dienstagmittag in Frankfurt zeitweise um mehr als 4,25 Prozent.

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