Auftragseingang rückläufig
Pfeiffer Vacuum mit kräftigem Ergebnisplus im Quartal

Das Technologieunternehmen Pfeiffer Vacuum AG hat im ersten Quartal 2001 aufgrund einer strikten Kostenkontrolle und verstärkter Rationalisierungsmaßnahmen sein operatives Ergebnis deutlich gesteigert. Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Ebit) habe sich im Vergleich zum Vorjahresquartal um 29,8 % auf 8,8 Mill. Euro erhöht, teilte die im Blue Chip-Index Nemax 50 des Neuen Marktes notierte Gesellschaft am Dienstag mit.

rtr ASSLAR. Während der Umsatz im ersten Quartal um 5,9 % auf 46,7 Mill. Euro gestiegen sei, sei der Auftragseingang mit 47,1 Mill. Euro um 9,1 % hinter dem Vorjahreswert zurück geblieben. Für das Gesamtjahr 2001 hält Finanzvorstand Wilfried Glaum an seinen Geschäftsprognosen fest.

Positiv beeinflusst durch einen niedrigere Steuerquote habe sich das Nachsteuerergebnis des Herstellers von Vakuumpumpen im ersten Quartal 2001 um 46,5 % auf 5,6 Mill. Euro erhöht. Das Umsatzwachstum in den ersten drei Monaten des laufenden Jahres resultiere in erster Linie aus einer Steigerung der Umsätze in Deutschland um 43 %, sagte Glaum der Nachrichtenagentur Reuters. Dagegen sei der Umsatz in den restlichen europäischen Ländern um rund acht Prozent zurückgegangen, während er in den USA stagnierte. In Asien und der restlichen Welt sei ein Wachstum von sieben Prozent zu verzeichnen gewesen.

Obwohl das nachlassende Wirtschaftswachstum in den USA und die Krise der Halbleiterindustrie sich auf den Geschäftsverlauf ausgewirkt hätten, hält Glaum an den Planzahlen für das Gesamtjahr fest. "Wir bleiben trotz der Eintrübung der weltweiten Konjunktur bei unserer Umsatzprognose von 200 Mill. Euro für 2001", sagte Glaum. Auch das geplante Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Ebit) von 36 Mill. Euro werde nicht nach unten revidiert. "Wir haben keinen Kunden mit einem Volumen von mehr als sechs Mill. Euro und sind deswegen auch nicht von einem oder mehreren Großabnehmern abhängig", sagte Glaum. Er sei zuversichtlich, ein schwächeres Wachstum in den USA durch einen Umsatzzuwachs im Rest der Welt ausgleichen zu können.

Zudem verstehe sich Pfeiffer Vacuum als mittelständisches Unternehmen, das stark auf die Kosten achte und keine unnötigen Ausgaben tätige. So habe der Vakuumpumpen-Hersteller trotz eines Rückgangs der Auftragseingänge im ersten Quartal um 9,1 % gegenüber dem Vorjahr das Ergebnis deutlich steigern können. "Wir haben die Neu-Organisation der Fertigungsproduktion vollzogen, die Vertriebsausgaben weiter gesenkt und das starke Ergebnis des Vorjahres nochmals klar übertroffen. Das muss uns erst einmal jemand nachmachen", sagte Glaum.

Pfeiffer Vacuum wolle seinen Wachtstumskurs auch künftig fortsetzen, weshalb auch Akquisitionen nicht auszuschließen seien. "Wir sind immer auf Brautschau, aber wir haben den richtigen Partner noch nicht gefunden", sagte Glaum. Konkrete Gespräche fänden allerdings derzeit nicht statt, weshalb kurzfristig auch keine Firmenkäufe zu erwarten seien.

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