Auftragseingang signalisiere eine "Bodenbildung"
Lambda hält an Jahresprognosen fest

Die Lambda Physik AG, Göttingen, geht nach dem Verlauf des ersten Quartals davon aus, für das Geschäftsjahr 2001/02 (30. September) einen Gewinn ausweisen zu können.

vwd GÖTTINGEN. Der Verlauf der ersten drei Monate habe die Einschätzung für den Verlauf des Gesamtjahres bestätigt, teilte Lambda am Mittwoch in ihrem Quartalsbericht mit. "Mit dem ersten Quartal haben wir vermutlich das schwächste Quartal gesehen", sagte der Vorstandsvorsitzende Dirk Basting im Gespräch mit vwd.

Der Umsatzrückgang um 22 Prozent auf 25,8 Prozent sei erwartungsgemäß gewesen, der Quartalsfehlbetrag von 1,0 Mio. Euro liege "deutlich näher" am Breakeven als erwartet. Hinsichtlich der Analystenschätzungen lagen die Umsätze leicht über, das Ergebnis aber leicht unter den Erwartungen. Lambda gaben zur Börseneröffnung 0,9 Prozent auf 14,86 Euro nach.

Allein im Lithographie-Bereich stellte sich den Angaben zufolge im ersten Quartal ein Betriebsverlust von 6,1 (+1,3) Mio. Euro ein, und dies bei um 69 Prozent verringerten Nettoerlösen von 4,1 Mio. Euro. Diesen Gewinneinbruch konnte auch das deutlich um 49 Prozent auf Erlöse von 16,5 Mio. Euro. gestiegene Industriegeschäft nicht kompensieren, wo ein Betriebsgewinn von 5,4 (2,3) Mio. Euro. verbucht wurde. Auch im Geschäftsfeld Wissenschaft/Medizin habe sich der Gewinn auf 0,5 (1,8) Mio Euro. ermäßigt.

Die eingeleiteten Kostensenkungsmaßnahmen zeigen nach Unternehmensangaben bereits erste Wirkungen. Da ein Großteil der Einsparungen erst in den nächsten Monaten voll realisiert werde, halte Lambda unverändert an der Prognose eines positiven Ergebnisses für das Gesamtjahr fest. Der Umsatz werde weiterhin bei 100 (138) Mio. Euro erwartet. Der Verlust je Aktie wurde für die Berichtszeit mit 0,07 Euro angegeben, nachdem im Vorjahreszeitaum ein Gewinn von 0,20 Euro erzielt wurde. Für Forschung und Entwicklung wurden mit 4,9 Mio. Euro in der Berichtszeit 19 (13) Prozent des Umsatzes ausgegeben, eine Zunahme gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 17 Prozent.

Der Auftragseingang von 15,3 Mio. Euro signalisiere eine "Bodenbildung", schreibt das Unternehmen. Derzeit zeige sich der Auftragseingang "auf niedrigem Niveau stabil", sagte Basting. Trotz des Umsatzeinbruchs im Lithographie-Bereich werde Lambda hier weiter kräftig investieren. Dort sei das Unternehmen Technologieführer. "Wenn die Flaute vorbei ist, bietet sich hier ein Marktpotenzial von einer Mrd. Euro . Das dürfen wir nicht vernachlässigen", so Basting. Allerdings sei es auch wenig sinnvoll, hier momentan durch verstärkte Verkaufsanstrengungen zu agieren. Eine Erholung sei erst im kommenden Jahr zu erwarten.

Lambda arbeite "intensiv" daran, das Produktportfolio zu erweitern. Durch die verstärkte Kooperation mit Forschungsinstituten sowie die Konzentration auf die Kernkompetenzen werde sichergestellt, dass das Unternehmen trotz der Kosteneinsparungen auch im Forschungs- und Entwicklungsbereich seine Ziele erreiche, um von einem wirtschaftlichen Aufschwung zu profitieren. Basting kündigte zudem an, noch in diesem Jahr sechs neue Produkte auf den Markt zu bringen.

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