Archiv
Auftragseingang sinkt im August überraschend stark

Die deutsche Industrie hat im August wegen der rückläufigen Nachfrage aus dem Ausland einen überraschend deutlichen Auftragsrückgang verzeichnet. Die Aufträge seien preis- und saisonbereinigt um 1,5 Prozent zum Juli gesunken, teilte das Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit am Mittwoch in einer ersten Schätzung mit. Volkswirte hatten mit einem Rückgang von lediglich 0,7 Prozent gerechnet. Von Juni auf Juli war das Ordervolumen noch kräftig gestiegen.

dpa-afx BERLIN. Die deutsche Industrie hat im August wegen der rückläufigen Nachfrage aus dem Ausland einen überraschend deutlichen Auftragsrückgang verzeichnet. Die Aufträge seien preis- und saisonbereinigt um 1,5 Prozent zum Juli gesunken, teilte das Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit am Mittwoch in einer ersten Schätzung mit. Volkswirte hatten mit einem Rückgang von lediglich 0,7 Prozent gerechnet. Von Juni auf Juli war das Ordervolumen noch kräftig gestiegen.

"Der aktuelle Nachfragerückgang ist vor allem auf eine Abschwächung der Bestelltätigkeit aus dem Ausland zurückzuführen", heißt es im Bericht des Ministeriums. Hier habe es ein Minus von 2,1 Prozent gegeben. Das Ordervolumen aus dem Inland nahm um 1,0 Prozent ab.

Analysten Uneins Über Weitere Entwicklung

Trotz des Rückgangs rechnet die Commerzbank mit einer weiter nach oben zeigenden Tendenz in den kommenden Monaten. Eine etwas schwächere, aber im langfristigen Vergleich noch immer gute Weltkonjunktur dürfte für eine steigende Auslandsnachfrage sorgen, heißt es in einer am Mittwoch in Frankfurt veröffentlichten Analyse. Zudem sollte ein Anspringen der Investitionen in Deutschland zu mehr Aufträgen aus dem Inland führen.

Die HVB Group machte insbesondere saisonale Gründe für den Rückgang verantwortlich. Statistische Veröffentlichungen würden stark durch die Urlaubswochen in der Sommerzeit beeinflusst. Diese Abweichungen verzerrten den zu Grunde liegenden Trend. Im Gegensatz zur Commerzbank erwartet die HVB Group jedoch auf Grund der Entwicklung der Stimmungsindikatoren eine Abschwächung der Wachstumsdynamik weltweit und in Deutschland.

Im aussagekräftigeren Zweimonatsdurchschnitt (Juli/August gegenüber Mai/Juni) legten die Bestellungen in der Industrie um 0,2 Prozent zu. Dabei erhöhte sich das Auftragsvolumen aus dem Ausland (+0,4%), während die inländischen Bestellungen stagnierten. Die Hersteller von Vorleistungsgütern verzeichneten ein Orderplus von 0,6 Prozent, die Produzenten von Investitionsgütern von 0,4 Prozent. Dagegen sank die Nachfrage bei Konsumgütern um 1,4 Prozent.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%