Auftragseingang sinkt weiter
Die Talsohle steht dem Maschinenbau noch bevor

Obwohl die Orders sich den fünften Monat in Folge verringert haben, hat der deutsche Maschinenbau nach Einschätzung seines Branchenverbandes die Talsohle beim Auftragseingang noch nicht erreicht.

ap FRANKFURT/MAIN. Im Oktober sank der Auftragseingang real um acht Prozent im Vergleich zum Vorjahr, wie der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau am Mittwoch in Frankfurt am Main mitteilte. Dabei gingen die Bestellungen aus dem Inland um sechs und aus dem Ausland um zehn Prozent zurück. Einen nennenswerten Stellenabbau erwartet der Verband aber nicht.

In dem von kurzfristigen Schwankungen weniger beeinflussten Dreimonatsvergleich August bis Oktober lag der Auftragseingang um 15 % unter dem Vorjahr. VDA-Konjunkturexperte Olaf Wortmann wies darauf hin, dass den zweiten Monat in Folge die Minusraten deutlich zurück gegangen seien. Der Rückgang laufe langsam aus. Die Talsohle beim Auftragseingang stehe jedoch wohl erst noch bevor. Das Geschäftsklima habe sich weltweit noch nicht erholt. Erst wenn sich die Stimmung wieder bessere, werde sich mit einer zeitlichen Verzögerung der Auftragseingang wieder beleben und in der Folge dann auch die Produktion zulegen.

Für dieses Jahr bekräftigte der Experte die Wachstumsprognose von drei Prozent bei der Produktion. Im kommenden Jahr müsse mit einem Rückgang von etwa zwei Prozent gerechnet werden. Dann werde der Rückgang des Auftragseingangs erst richtig durchschlagen. Im zweiten Halbjahr 2002 dürfte die Produktion die Talsohle durchschreiten.

Dennoch wird nach Einschätzung Wortmanns die Beschäftigung in der Branche relativ stabil bleiben. Die Arbeitszeitkonten seien gut gefüllt und würden derzeit abgebaut. Wenn dies nicht ausreiche, könnten die Unternehmen als nächsten Schritt Kurzarbeit einführen. Die Branche habe damit einen Puffer für mehrere Monate. Zudem suche der Maschinen- und Anlagenbau weiterhin qualifizierte Fachkräfte.

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