Auftragslage im Hochbau kritisch
Abwärtstrend am Bau hält an

dpa MÜNCHEN. In der Bauwirtschaft ist nach Einschätzung des ifo Instituts für Wirtschaftsforschung kein Ende des Abwärtstrends in Sicht. Wie aus dem jüngsten Konjunkturtest des Instituts hervorgeht, schmelzen die Auftragsreserven immer weiter ab. Die Erwartungen für die kommenden Monate fielen überwiegend pessimistisch aus.

Knapp zwei Drittel der ostdeutschen Teilnehmer des Tests vom Oktober bezeichneten ihre Auftragslage als unzureichend. In der westdeutschen Bauwirtschaft betrachteten rund 50 % ihre Auftragsbestände als zu gering. Vor allem die Auftragslage im Hochbau werde immer kritischer.

Stellenabbau in Ostdeutschland

Der Stellenabbau am Bau dürfte sich den Wirtschaftsforschern zufolge in nächster Zeit in den neuen Bundesländern noch beschleunigen. Per saldo beabsichtigten 47 % der Unternehmen eine Verringerung ihrer Beschäftigtenzahl. Vor einem halben Jahr waren es laut dem Institut nur etwa halb so viele gewesen. Im Westen gingen 23 % von einem weiteren Stellenabbau aus. Die Reichweite der Auftragsbestände im Durchschnitt der Bausparten schrumpfte im Westen auf 2,5 Monate (Vorjahr 2,9) und im Osten auf nur noch 1,7 Monate.

In den Geschäftserwartungen der Industrie sei der Optimismus für die kommenden sechs Monate im Westen weitgehend gewichen. Die Exportperspektiven seien allerdings kaum weniger günstig eingestuft worden als im Vormonat.

Den Geschäftsklima-Index für Oktober, der eine weitere deutliche Abkühlung zeigt, hatte das Institut bereits in der vergangenen Woche veröffentlicht. Vor allem die Pkw-Hersteller berichteten erstmals seit langem über eine schlechte Geschäftslage, erklärten die Wirtschaftsforscher. Die Produktionspläne der westdeutschen Industrieunternehmen seien aber im Schnitt weiter nach oben gerichtet. Auch in der ostdeutschen Industrie werden dem Institut zufolge Produktionssteigerungen erwogen.

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