Auftragsrückgang vor allem im Wohungsbau
Arbeitslosenzahl im Baugewerbe steigt weiter

Der Beginn des Frühlings hat die Krise am Bau bisher nicht dämpfen können. Die Zahl der Arbeitslosen im April stieg im Vergleich zum Vorjahr um 9,3 % auf 285 000.

dpa BERLIN. Das teilte der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie am Montag in Berlin mit. Hauptgeschäftsführer Michael Knipper rechnet damit, dass die Zahl der Beschäftigten im Bauhauptgewerbe im Jahresdurchschnitt erstmals in der Geschichte der Bundesrepublik unter die Grenze von einer Million sinken wird. Die Zahl der Arbeitslosen werde bei durchschnittlich 263 000 liegen.

Seit Jahresanfang ist dabei nicht mehr nur der Osten Deutschlands das Sorgenkind. Auch im Westen, wo sich die Arbeitsmarktlage drei Jahre lang entspannt hatte, waren im April mit 130 900 Bauarbeitern 8,3 % mehr ohne Arbeit als im Jahr zuvor. Grund ist nach Einschätzung des Bauverbands der Auftragsrückgang im Januar und Februar um 3,9 %, vor allem im arbeitsintensiven Wohnungsbau.

Auf dem unverändert strapazierten ostdeutschen Baumarkt nähert sich die Zahl der Arbeitslosen zunehmend der der Beschäftigten. Im April kamen im Bauhauptgewerbe auf 154 200 Arbeitslose (ein Plus von 10,3 %) 187 000 gewerblich Beschäftigte. Mit einer Trendwende sei kurzfristig nicht zu rechnen, meint der Hauptverband. In den ersten beiden Monaten des Jahres seien die Auftragseingänge um 22,5 % unter das Vorjahresniveau gesunken.

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