Auftrieb durch positive US-Arbeitsmarktdaten
Dax schließt im Plus

Bessere US-Arbeitsmarktdaten als erwartet haben den deutschen Aktienmarkt am Freitag in Schwung gebracht. Der Dax schloss um 1,33 Prozent im Plus bei 5359,55 Punkten - binnen Wochenfrist legte der Leitindex damit um rund 5 Prozent zu.

dpa FRANKFURT/MAIN. Am Neuen Markt gewann der Nemax 50 um 2,86 Prozent auf 1078,14 Zähler. Der M-Dax der mittelgroßen Werte stieg um 0,24 Prozent auf 4445,31 Punkte.

"Einmal mehr haben gute Konjunkturdaten aus den USA die deutschen Aktienkurse beflügelt", sagte ein Aktienhändler. Die am Nachmittag veröffentlichte US-Arbeitslosenquote für Februar lag bei 5,5 Prozent und fiel damit niedriger aus als erwartet.

Auf der Gewinnerseite standen einige Finanztitel: Die Aktie des Finanzdienstleisters MLP zog bei geringen Umsätzen um 6,98 Prozent auf 73,15 Euro an. Kursrelevante Nachrichten hatte es am Freitag zu dem Papier nicht gegeben. Papiere der Hypo-Vereinsbank stiegen um 3,09 Prozent auf 37,70 Euro. Händlern zufolge profitierte der Titel von den positiven Zahlen der zum Münchener Konzern zählenden Bank Austria Creditanstalt für das Geschäftsjahr 2001. Auch Papiere der Commerzbank und der Deutschen Bank legten deutlich zu.

Unter Druck stand dagegen die Aktie des Berliner Pharmaunternehmens Schering , die 1,92 Prozent auf 65,47 Euro verlor. Händler erklärten den Kursverlust mit der US-Zulassung des Multiple-Sklerose-Medikaments "Rebif" des Schweizer Konkurrenten und größten Biotechnologie-Unternehmens Europas Serono.

Das Papier des Sportartikel-Herstellers Adidas-Salomon gab um 1,95 Prozent auf 75,00 Euro nach. Händlern zufolge wurde der Titel von den Investmentbanken UBS Warburg und ABN Amro heruntergestuft. Infineon -Aktien verloren 1,45 Prozent auf 27,94 Euro, obwohl die Investmentbank Morgan Stanley ihre Verlustschätzung für den Münchner Chiphersteller angesichts anziehender Speicherchip-Preise gesenkt hatte. Händler begründeten dies mit Gewinnmitnahmen und der eher verhaltenen Umsatzprognose, die der weltgrößte Halbleiterhersteller Intel am Vortag bestätigt hatte. Auch andere Technologiewerte wie SAP und EPCOS waren schwächer als der Gesamtmarkt.

Spekulationen über ein Interesse der US-Medienkonzerne AOL Time Warner und Viacom an der ProSiebenSat.1 Media AG bescherten der Aktie am Morgen kräftige Kursgewinne von deutlich mehr als 10 Prozent. Die Kirch-Gruppe teilte jedoch mit, dass sie sich nicht von den Sendern ProSieben und Sat.1 trennen wolle. Zum Handelsschluss lag die Aktie noch um 7,18 Prozent im Plus bei 9,05 Euro.

Die Börsen in London und Paris verbuchten leichte Gewinne. Der EuroStoxx 50 der europäischen Spitzenwerte stieg um 0,54 Prozent auf 3787,25 Punkte. Der Rentenmarkt zeigte sich uneinheitlich. Der Bund-Future stand nahezu unverändert bei 105,23 Punkten. Der Rentenmarktindex REX verlor 0,23 Prozent auf 111,47 Zähler. Die Bundesbank stellte die Umlaufrendite bei 5,03 (Donnerstag: 4,99) Prozent fest. Der Euro reagierte auf die US-Arbeitsmarktzahlen mit einem leichten Kursabschlag. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuvor noch auf 0,8797 (Donnerstag: 0,8764) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 1,1368 (1,1410) Euro.

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