Auftrieb durch US-Konjunkturdaten
Dax schließt im Plus

Der Deutsche Aktienindex Dax hat am Mittwoch mit Rückenwind positiv aufgenommener US-Konjunkturdaten und steigender Kurse an der Wall Street im Plus geschlossen.

dpa FRANKFURT/MAIN. Der deutsche Leitindex Dax legte 0,33 % auf 4559,19 Punkte zu. Am Neuen Markt stieg der Nemax 50 um 1,37 % auf 1044,54 Zähler. Für den M-Dax der mittleren Werte ging es dagegen um 0,25 % auf 4099,95 Stellen nach unten.

"Es hat einen ganz lebhaften Handel mit enormen Schwankungen bei einzelnen Werten gegeben," sagte ein Hamburger Aktienhändler. Neben den US-Konjunkturdaten hätten auch einzelne Unternehmensmitteilungen den Handel beeinflusst. Der Dax hatte den Tag im Minus begonnen und sich erst nach den US-Zahlen fest in der Gewinnzone verankert.

Nach enttäuschenden Geschäftszahlen vom Vortag und kritischen Analystenkommentaren standen Aktien des Dialyse-Spezialisten Fresenius Medical Care unter Beschuss. Die Aktie fiel um 6,93 % auf 68,87 ?, während der Kurs des Mutterkonzerns Fresenius im M-Dax um 5,79 % auf 89,50 ? sank.

Die stärksten Aufschläge erzielten Papiere von Infineon , die um 7,03 % auf 16,75 ? zulegten. Das freundliche Technologieumfeld in den USA habe dazu stark beigetragen, sagte der Händler. Am Vortag hatte der Chiphersteller vom US- Verteidigungsministerium einen Auftrag im Wert von zwölf Mill. Dollar für so genannte Microcontroller-Chips erhalten.

Die Aktie der Deutschen Bank legte trotz eines Gewinnrückgangs in den ersten neun Monaten dieses Jahres um 4,18 % auf 61,79 ? zu. Das Papier der Deutschen Telekom reagierte dagegen mit einem Kursabschlag auf den Milliarden-Verlust in diesem Jahr. Die T-Aktie gab 2,05 % auf 17,19 ? ab. Die Telekom machte in den ersten neun Monaten 1,1 Mrd. ? Verlust nach Abschreibungen und UMTS-Kosten.

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in den USA ging im dritten Quartal nach Angaben des US-Handelsministeriums erstmals seit Anfang 1993 zurück. Die Wirtschaftsleistung schrumpfte um 0,4 % und damit geringer als erwartet. Zusammen mit dem positiv aufgenommenen US-Einkaufsmanagerindex sorgte dies für steigende Kurse in den USA.

Der Kurs des Euro fiel nach Vorlage der US-Wirtschaftsdaten und notierte im späten Handel nur knapp über der Marke von 0,90 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuvor noch auf 0,9042 (Dienstag: 0,9064) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 2,1630 (2,1578) DM. Um 0,23 % legte der Bund-Future auf 111,99 Punkte zu, während der Rentenindex Rex knapp behauptet bei 116,03 Punkten notiert wurde. Die Umlaufrendite wurde von der Bundesbank auf 4,19 % festgesetzt nach 4,21 % am Dienstag.

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