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Aufwärtstrend schnell wieder gestoppt

Der schwache Euro und hohe Ölpreise belasten weiterhin die Märkte in den USA. Vor allem Blue Chips, bereits in den letzten Tagen schwächer, ziehen nach unten. Auch an der Technologiebörse Nasdaq ist das Vorzeichen in den Mittagsstunden negativ. US Raffinerien zeigen nur geringe Fortschritte, ihre Lagerbestände aufzustocken, und die Preise ziehen weiter an. Die Investmentbank Merrill Lynch erhöht die Schätzungen für Ölpreise auf Jahressicht auf 29,25 Dollar pro Barrel. Zudem werden die Gewinnschätzungen für mehrere Ölkonzerne, wie Exxon Mobil, angehoben.

Der Euro fällt auf ein neues Rekordtief. Hiervon ist unter anderem Coca-Cola betroffen. Der Getränkeriese gehört derzeit zu den größten Verlierern im Dow Jones Index. US-Firmen mit einem hohen Exportanteil werden also weiterhin belastet. Bevor Euro und Öl Besserung zeigen, scheint für die Märkte keine Erholung in Sicht. Auch die Gewinnwarnungssaison läuft weiterhin auf Hochtouren. Die Telefongesellschaft Sprint befürchtet, dass die Konsensschätzungen im dritten Quartal verfehlt werden. Erwartet worden war ein Gewinn in Höhe von 49 Cents pro Aktie. Sprint gibt als neues Ziel 45 bis 47 Cents pro Aktie an. Auch das Ergebnis des Mobilfunkarms Sprint PCS dürfte tendenziell am unteren Ende der Erwartungen liegen. Bei der Einführung neuer Telefonpläne sind offenbar höhere Kosten angefallen als zunächst prognostiziert. Der gesamte Telekommunikationssektor performt nach dem gestrigen Aufflackern heute schwächer.



Das es auch anders geht, macht Boeing vor. Der größte Flugzeughersteller hebt die Erwartungen für das laufende Jahr. Ursprünglich hatte Boeing einen Cash Flow in Höhe von drei bis vier Milliarden Dollar veranschlagt. Wie das Unternehmen mitteilt, sei für 2000 ein Cash Flow von über vier Milliarden Dollar realistisch. Als Begründung werden unter anderem Kostensenkungen angeführt. Das Aktienrückkaufprogramm laufe zudem nach wie vor nach Plan.



An der Technologiebörse Nasdaq belasten unter anderem Nextel, Qualcomm, Microsft und JDS Uniphase den Markt. Qualcomm hatte in den letzten Tagen gut performt. Der heutige Kursverlust ist wohl in den Bereich Gewinnmitnahmen einzuordnen. Auf der Gewinnerseite steht Intel. Positive Analystenkommentare vom Dienstag wirken hier weiter Wunder. Das Biotechnologieunternehmen Amgen verbucht ebenfalls Kursgewinne. Die Aktie wird von Paine Webber zum Kauf empfohlen. Das Kursziel steht bei 85 Dollar.



Von der Ertragsfront kommen heute gute Nachrichten von Lehman Brothers. Die Investmentbank hat die Gewinnerwartungen deutlich übertroffen. Zudem wurde ein Aktiensplitting im Verhältnis zwei zu eins angekündigt. Die Aktie war in letzter Zeit kräftig angezogen. Frei nach dem Motto "sell on news" dreht der Kurs am Mittwoch in den roten Bereich.

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