Aufwertung des Uefa-Cup
Niebaum fordert Champions-League ohne Vorrunde

Die Reform der Europäischen Fußball-Union (UEFA) zur Champions League geht Borussia Dortmunds Clubchef Gerd Niebaum nicht weit genug.

HB DÜSSELDORF. "Es bringt nichts, mal hier und mal da zu reparieren. Wichtig wäre jetzt ein großer Wurf", sagte er dem Fachblatt "Kicker". Dazu gehöre auch eine bessere Verschränkung der "Königsklasse" mit dem UEFA-Cup. Die von der UEFA beschlossene Abschaffung der Champions-League- Zwischenrunde und damit die Reduzierung von maximal 17 auf 13 Spiele von der Saison 2003/2004 an seien nur ein Schritt in die richtige Richtung. Nicht einverstanden ist Niebaum allerdings damit, dass es nach der ersten Gruppenphase im Achtelfinale im K.o.-System weitergehen soll. Dies sei "nicht im Interesse der Vereine", weil dann 50 Prozent der Clubs nach hinten runter fallen würden. Vielmehr schlägt er nach der ersten Phase mit acht Gruppen a vier Vereinen eine Hauptrunde mit zwei Gruppen und je vier Teams vor. Die beiden Sieger sollten das Finale austragen. "So bringe ich Spannung und Attraktivität in die zweite Gruppenphase", sagte Niebaum weiter.

Der "völlig isolierte Wettbewerb" UEFA-Cup müsse mit neuen Anreizen aufgewertet werden. Sieger und unterlegener Endspiel- Teilnehmer sollten für die nächste Saison mit dem Aufstieg in die Champions League belohnt werden. Auch wäre es von der Dramaturgie sinnvoller, wenn am Dienstag/Mittwoch erst die UEFA-Cup-Spiele ausgetragen würden und danach die Champions-League-Partien. "Nur in einer vernünftigen Abfolge kriege ich den UEFA-Cup in die Aufmerksamkeit eines größeren Fernsehpublikums hinein", so Niebaum. Eine noch gewagtere Alternative zu seinem Champions-League-Modell will er im August beim UEFA-Workshop diskutieren lassen. Dies wäre ein Europaliga mit 16 Vereinen, um den "wahren europäischen Meister" zu ermitteln, wie es der BVB-Präsident ausdrückte.

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