Augen auf beim Fondseinkauf
Tips zu geschlossenen Immobilienfonds

Vor dem Einstieg sollte der Anleger die Angebote kritisch sondieren. Bei seriösen Anbietern lassen Geschäftsberichte einen detailierten Einblick über die Performance und die Ausrichtung zu. Auch das steuerliche Konzept des Fonds sollte vom Steuerberater überprüft werden.

ddp/vwd BERLIN. Jede Anlageentscheidung ist mit Chancen und Risiken behaftet. Dies trifft vor allem bei Anlageformen zu, deren Renditeerwartung sehr hoch sind. Seriöse geschlossene Immobilienfonds weisen deshalb in der Regel ausführlich auf die Risiken ihres Anlageproduktes hin. Zusätzlich sollte der Anleger aber auch selbst vor einer Anlageentscheidung die Chancen und Risiken kritisch abwägen, empfiehlt der Brancheninformationsdienst fondsboerse.de.

Informationen über Investitionsgegenstand einholen

Sehr wichtig sind beispielsweise der Geschäftsbericht und die Leistungsbilanz des Fonds-Herausgebers. Dort kann sich der Anleger ein Bild über die Performance früher aufgelegter Fonds machen. Sollte die Fondsgesellschaft diese Unterlagen auf Anfrage verweigern, ist von einem Investment abzuraten. Geschlossene Fonds galten lange Zeit als Steuersparanlage für Besserverdienende. Dies wurde jedoch von Bundesfinanzminister Hans Eichel geändert. Deshalb sollte jeder Anleger am besten mit einem Anwalt oder Steuerberater überprüfen, ob das steuerliche Konzept des Fonds seinen Erfordernissen entspricht.

Ebenfalls wichtig ist die Beschreibung des Fonds. Je exakter der Investitionsgegenstand definiert wurde, um so realitätsnäher sind Investitionskosten und die spätere Einnahmen- beziehungsweise Ausgabensituation prognostizierbar. Im Emissionsprospekt sollte auch ein detaillierter Investitions- und Finanzierungsplan enthalten sein. Wichtig ist, dass eine Höchstkostengarantie besteht, welche die investierte Gesamtsumme begrenzt. Auch sollten die Finanzierungsrisiken des Fonds genau beachtet werden.

Der wirtschaftliche Erfolg einer Fondsbeteiligung wird üblicherweise in Form einer Prognoserechnungen dargestellt und basiert demnach auf mehr oder weniger realistischen Annahmen. Der Anleger muss für sich entscheiden, ob der jeweilige Anbieter seriös ist und Aussagen trifft, die plausibel erscheinen. Entwicklungen sind zum Beispiel nur für einen Zeitraum von etwa 10 bis 20 Jahren prognostizierbar. Längere Zeiträume sind in der Regel nur vage vorhersehbar, weil sich zu viele Parameter verändern können.

Seriöse Anbieter halten übrigens einen so genannten Prospektprüfungsbericht auf Anforderung bereit. Allerdings sollte dieser von einem Wirtschaftsprüfer nach den IDW-Standards (Institut der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e.V.) erstellt worden sein.

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