Augenmerk auf Daimler-Chrysler
Händlern erwarten feste Aktienkurse

Die Gewinnwarnung von Microsoft vom Donnerstagabend belaste die Stimmung nach wie vor, insbesondere die Technologiewerte, so die Börsianer.

Reuters FRANKFURT. Die deutschen Aktienwerte dürften nach Einschätzung von Händlern am Montag fester in die Sitzung starten. Aufgrund der deutlichen Verluste vom Freitag werde zunächst mit einem technisch bedingten Anstieg der Kurse gerechnet, gerechnet. Die Börsianer erwarten aber nicht, dass der Markt sich lange in positivem Territorium halten werde. Die Gewinnwarnung von Microsoft vom Donnerstagabend belaste die Stimmung nach wie vor, insbesondere die Technologiewerte. Die Citibank berechnete den Deutschen Aktienindex (Dax) gegen 8.30 Uhr zur Eröffnung mit 6388 Punkten, nach einem Schluss von 6331,30 Zählern am Freitag. Das Handelshaus Lang & Schwarz sieht den Dax bei 6383 Punkten.

Außerdem stünden im Laufe der Woche die Veröffentlichung der Zahlen von Goldman Sachs und Morgan Stanley bevor, von denen Experten ein relativ schwaches Ergebnis erwarten würden. Dies dürfte die deutschen Finanztitel unter Druck setzen, hieß es. Die Entwicklung im Tagesverlauf am Montag im Dax werde stark vom US-Trend abhängen, sagte ein Händler weiter. Eine Prognose zur Eröffnung der Wall Street könne zu einer so frühen Stunde allerdings noch nicht abgegeben werden.



Ängste der Anleger vor sinkenden Unternehmensgewinnen

Die US-Aktien waren zum Wochenschluss nach der Gewinnwarnung des Softwarekonzerns Microsoft schwächer aus dem Handel gegangen. Der Technologieindex verlor 2,76 % auf 2653,27 Zähler und der Dow Jones ging mit einem Minus von 2,25 % auf 10 434,96 Stellen aus der Sitzung. Die Gewinnwarnung habe die Ängste der Anleger über sinkende Unternehmensgewinne verschärft und den aufkeimenden Optimismus der Investoren überschattet, die US-Notenbank Fed könnte bald mit einer Zinssenkung dem abschwächenden US-Wirtschaftswachstum entgegentreten und so den bedrängten US-Unternehmen eine Hilfestellung leisten, sagten Händler.

Der Aktienmarkt in Tokio hat am Montag auf Grund von schwachen Vorgaben der US-Technologiebörse Nasdaq leichter tendiert. Der Nikkei Index gab 0,47 % auf 14 183,90 Punkte nach. Am Aktienmarkt in Hongkong tendierte der Hang-Seng-Index 0,06 % höher bei 14 984,71 Stellen.



Augenmerk auf Daimler-Chrysler

Im Mittelpunkt des Interesses im deutschen Aktienindex (Dax) stehen Börsianern zufolge am Montag voraussichtlich Daimler-Chrysler. Einem Zeitungsbericht zufolge wird der Autobauer aufgrund von Problemen wegen der Probleme bei Chrysler eine Halbierung des Konzernbetriebsgewinns ankündigen. Auch Deutsche Telekom, die bei der Vergabe der schwedischen UMTS-Lizenzen leer ausgegangen sind, zögen einige Aufmerksamkeit auf sich, hieß es. Größere Umsätze erwarteten die Experten auch bei den Unternehmen, deren Gewichtung im Dax sich geändert hat. Hierzu gehören Hypovereinsbank, Commerzbank und die Eon AG.

Der Euro-Bund-Future lag nach Handelseröffnung mit sieben Ticks im Minus bei 108,35 Punkten. Der Euro notierte im frühen Handel gegenüber der US-Währung mit 0,8981 $ freundlich, nach einer Schlussnotiz von 0,8950 $ am Freitag in New York.



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