Aus Bell Atlantic und GTE wird Verizon - Qwest Communications und US West firmieren als Qwest
Zwei neue US-Telekomkonzerne entstehen

In sieben Regionalanbieter und einen Ferngesprächsanbieter war A&T 1984 zeschlagen worden; die Konsolidierungswelle im Telekommunikationsmarkt hat jezt nur noch vier übrig gelassen.

dpa NEW YORK. Die USA haben nach vollzogener Fusion der Bell Atlantic und GTE sowie der Qwest Communications International mit der US West zwei neue Telekomriesen. Die Zusammenschlüsse wurden am Freitag nach Börsenschluss von den Firmen bekannt gegeben.

Der Bell Atlantic-GTE-Verbund firmiert als Verizon Communications. Die GTE-Aktionäre erhalten 1,22 Aktien der Verizon je eigene Aktie. Die Fusion hat einen Wert von knapp 60 Mrd. $ (123 Mrd. DM/63 Mrd. Euro). Verizon ist die größte US-Regionaltelefon-Gesellschaft. Sie hat einen Umsatz von 60 Mrd. $, 260 000 Mitarbeiter, 95 Mill. Telefonanschlüsse und 25 Mill. Mobilfunkkunden. Die Gesellschaft verfügt auch über Hochgeschwindigkeits-Datennetze und ist in 40 Ländern in Nord- und Südamerika, in Europa, Asien und im pazifischen Raum aktiv.

Qwest bringt es in diesem Jahr nach der US West-Übernahme auf 18,5 Mrd. $ Umsatz. Sie hat 29 Mill. Kunden. US West steuerte 25 Mill. Anschlüsse im Westen der USA bei. Qwest ist der viertgrößte US-Ferngesprächsanbieter. Das fusionierte Unternehmen hat einen Börsenwert von 85 Mrd. $ und 71 000 Mitarbeiter. Es ist in 14 Ländern tätig. Die fusionierte Firma verfügt auch über ein rasant wachsendes Datenübertragungsgeschäft. Die Übernahme der US West durch Qwest hat rund 44 Mrd. $ gekostet. Die US West-Aktionäre erhielten 1,7932 Qwest-Aktien je eigenen Anteil.

Einschränkungen für Verizon beim Internet

Bell Atlantic und GTE mussten auf Anweisung der Wettbewerbshüter in Washington das große Internet-Telekommunikationsnetz von GTE in die neu gebildete Firma Genuity einbringen. Verizon darf sich vorerst nur mit 9,5 % an Genuity beteiligen.

Die Bell Atlantic mit Sitz in New York war eine der führenden regionalen US-Telefongesellschaften. Die GTE verfügte über lokale Telefonnetze in vielen Landesteilen, ein großes Mobilfunknetz und ein starkes Internet-Geschäft.
Im Frühjahr hatte die Bell Atlantic im Zuge ihrer US-Partnerschaft mit der britischen VodafoneAirTouch Plc die Mobilfunkfirma Verizon Wireless gebildet. GTE steuerte vier Mill. Mobilfunkkunden bei. Verizon Wireless hat das größte amerikanische Mobilfunknetz.

Nach einer mehrjährigen rasanten Konsolidierung der US-Telekommunikationsbranche sind jetzt nur noch vier von ehemals sieben regionalen Nachfolgegesellschaften des Telefonmonopolkonzerns American Telephone & Telegraph übrig geblieben. Dieser war 1984 in die sieben regionalen Telefongesellschaften und in die AT&T als Ferngesprächsfirma aufgespalten worden.

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