"Aus dem Koma erwacht"
Kofler sieht Premiere auf gutem Sanierungskurs

Premiere-Chef Georg Kofler sieht den defizitären Abo-Sender nach den Milliardenverlusten der vergangenen Jahre auf einem guten Sanierungskurs.

HB/dpa MÜNCHEN. Im September werde die Zahl der neu gewonnenen Abonnenten das August-Ergebnis noch übertreffen. "Insgesamt hat das neue Premiere damit in seinen ersten beiden Monaten mehr als 100 000 Kunden gewonnen", sagte Kofler der dpa in München. "Wir sind aus dem Koma erwacht." Die operativen Geschäfte liefen deutlich besser als geplant. Das wirke sich auch auf die Gespräche mit potenziellen Investoren aus.

Die Premiere-Mutter Kirch Pay-TV hatte im Mai Insolvenzantrag gestellt. Premiere blieb mit Hilfe der Banken von der Pleite verschont. Ohne neue Investoren ist ein langfristiges Überleben aber nicht möglich. Dem Vernehmen nach gibt es eine Reihe von Interessenten. Ein Durchbruch ist aber noch nicht gelungen.

Kofler gibt sich demonstrativ optimistisch. "Wir kommen bei unserer Suche weiter gut voran, die Verhandlungen sind im vollen Gange und es gibt substanzielles Interesse." Einen Zeitrahmen für eine mögliche Übernahme wollte er aber nicht nennen.

Premiere müsse sich wegen der Überbrückungskredite keine unmittelbaren Liquiditätssorgen machen, sagte Kofler. "Bis in den Spätherbst hinein - und der geht bekanntlich bis 21. Dezember". Um schwarze Zahlen zu schreiben, benötigt Premiere nach früheren Angaben Koflers im Jahresdurchschnitt mindestens 2,9 Mill. Kunden. Dies will der Sender im Jahr 2004 schaffen und die Verluste bis dahin Schritt für Schritt verringern. Zuletzt lag die Zahl der Abonnenten bei 2,4 Mill. Der Zuwachs durch Neukunden wird zu einem großen Teil durch Kündigungen alter Verträge egalisiert.

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