Aus einem Lauffest wurde das wichtigste Sportereignis weltweit
Am Anfang war der Stadionlauf

Bestanden die Olympischen Spiele der Antike erst nur aus einer Laufdisziplin, so steigerten sich Beliebtheit und Vielfältigkeit schnell. Kein Wunder, dass bald auch das Doping Einzug hielt.

HB DÜSSELDORF. Als Olympischen Spiele 776 v. Chr. erstmals ausgetragen wurden, gab es nur eine einzige Disziplin: Der Stadionlauf ging über eine Distanz von 192 Metern. Erster Olympiasieger wurde Koroibos aus Elis. Erst 52 Jahre später, 724 v. Chr., kam erstmals eine zweite Disziplin hinzu. Im Doppellauf ging es darum, dass Stadion möglichst schnell zwei Mal längs zu durchqueren. Da das 214 m lange und 32 m breite Stadion jedoch keine Rundbahn hatte, wird angenommen, dass am jeweiligen Bahnende Holzpfosten als Wendemarke dienten.

Geteilter Meinung ist man hingegen über den Langlauf (Dolichos). Eine erste Version besagt, dass es 20 Stadionlängen (3840 m) zu bewältigen galt, die andere beziffert die Strecke jedoch auf 24 Stadionlängen (4608 m). Fest steht allerdings, dass der Lauf 720 v. Chr. erstmals olympisch wurde.

Auch in den Folgejahren war das Laufen einzige Disziplin. Immer neue Arten zu laufen wurden entwickelt, jedoch keine neuen Sportarten. So folgte als nächstes der Waffenlauf für Vollgerüstete (Hoplitodromos). Über zwei Stadionlängen wurde seit 520 v. Chr. ausgerüstet mit Helm, Beinschienen, Speer und Schild um den Olympiasieg gerannt.

Erst 708 v. Chr. kam schließlich der Fünfkampf hinzu, damals noch Pentathlon genannt. Die neue Disziplin bestand aus Diskus- und Speerwerfen, Weitsprung, Laufen (wahrscheinlich eine Stadionlänge) und Ringkampf. Die genauen Regeln sind nicht bekannt, wahrscheinlich wurde der Sieger in einem permanenten Ausscheidungsverfahren ermittelt. Diskus- und Speerwerfen sowie Weitsprung gab es bei den alten Olympischen Spielen allerdings weiterhin nur im Fünfkampf und nicht als Einzeldisziplin.

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