"Aus Fehlern wird man klug"
Der Mercedes Online-Auftritt

"Ja, wo ist er denn?" Diese von vielen Test-Kandidaten laut geäußerte Frage stellte sich gleich zu Beginn.

"Ja, wo ist er denn?" Diese von vielen Test-Kandidaten laut geäußerte Frage stellte sich gleich zu Beginn. Denn der Auto-Konfigurator unter www.mercedes.de musste erst einmal gefunden werden - auf der Startseite irrten die Test-Teilnehmer oft minutenlang vergebens umher. Erst die Online-Navigation getreu dem Motto "aus Fehlern wird man klug" führt zum Ziel: Auf der Homepage den Begriff Pkw in der linken Leiste anklicken, dann in einer weiteren Leiste über den Begriff Konfigurator zur nächsten Seite gehen.

Nach dem mühsamen Start verteilten die Tester dann allerdings viel Lob. Das einheitliche Urteil: Der Online-Auftritt ist sehr übersichtlich und die Anordnung der Navigationsframes (Top-Navigation oben, untergeordnete Steuerung links) leicht verständlich. "Dieser Aufbau hält sich an allgemein übliche Konventionen und vermittelt Sicherheit bei der Navigation", erläutert Versuchsleiterin Sabine Born.

Weitere Pluspunkte gab es für die detaillierten Informationen zu einzelnen Modellen und technischen Neuerungen, die unter dem Begriff "Pkw" auf der Startseite aufgerufen werden konnten. Das einzige Problem: Eine gleichfalls ausführliche Information erwarteten die Tester dann auch zu den drei möglichen Ausstattungslinien "Classic", "Elegance" und Avantgarde". Doch die Enttäuschung war groß - ausführlichere Beschreibungen fehlten. Ohne Vorwissen oder Katalog war eine sinnvolle Entscheidung daher kaum möglich.

Und was potenzielle Mercedes-Kunden noch verärgert? Zum Beispiel die unter den einzelnen Mercedes-Klassen stehenden und als zu klein empfundenen Schaltflächen. Wer sie zielsicher ansteuern will, braucht eine ruhige Hand und einen geübten, präzisen Umgang mit der Maus.

Für höchste Verwirrung sorgte die Gliederung der Ausstattungsdetails. So konnte keiner der Online-Surfer den Konsistenzbruch zwischen thematischer (zum Beispiel Radio und Kommunikation) und alphabetischer Anordnung nachvollziehen. Aus diesem Grund wurden Objekte wie eine Zusatzbremsleuchte unter B wie Bremsleuchte (thematisch) und nicht in der Ausstattungsliste Q bis Z gesucht (dort wäre sie aber zu finden gewesen).

"Bei unserem Web-Auftritt arbeiten wir mit bis zu zwölf verschiedenen Dienstleistern zusammen", sagt Jens Peter Heuer, E-Commerce-Manager der Daimler-Chrysler Vertriebsorganisation Deutschland. Die Agenturen überprüfen die Benutzerfreundlichkeit der Internet-Angebote selbst - auf unabhängige Usability-Experten hat man bisher verzichtet.

"Wertvoll für uns ist vor allem das Feedback der Anwender", sagt Heuer. Für diesen Zweck wurde auf der Homepage die Möglichkeit geschaffen, direkt per Mail Lob oder Kritik an den Konzern zu schicken.

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