Aus früheren Panikverkäufen gelernt
Düsseldorfer Börsenchef: Keine Panik bei Privatanlegern

dpa DÜSSELDORF. Der Kursverfall vor allem am Neuen Markt hat nach Angaben der Börse Düsseldorf nicht zu einer Panik unter den zahlreichen Kleinanlegern geführt. "Die privaten Anleger reagieren auf das Börsentief bisher so gut wie überhaupt nicht", erklärte der Geschäftsführer Dirk Elberskirch am Freitag. Damit hätten sie aus früheren Panikverkäufen gelernt. Wer sein Depot gemischt und Geld angelegt habe, das er für einen längeren Zeitraum nicht anzugreifen brauche, könne ein Börsentief auch ohne Angstschweiß aussitzen.

Alle Erfahrungen belegten, dass die Aktienkurse nach einem "Tal" immer höhere Kursstände erreicht hätten als zuvor. Probleme könnten diejenigen Anleger bekommen, die ausschließlich in den Neuen Markt investiert und auf kurzfristige Gewinne gehofft hätten. Hier werde bestimmt Lehrgeld bezahlt. Der Neue Markt sollte aber nicht als zu risikoreich verdammt werden. Er sei ein Motor für Innovationen und Wirtschaftswachstum. Allerdings sollte jeder Anleger wissen, dass dieses Marktsegment mit Jungunternehmen spekulativer angelegt sei.

Das aktuelle Börsentief habe mit Börsenpsychologie zu tun. "Die großen Ordervolumen lassen auf institutionelle Anleger schließen, vor allem Fondsmanager, die ihre Performance vor Jahresschluss retten wollen und jetzt mitnehmen, was geht", sagte Elberskirch. Die Ruhe bei Kleinanlegern sei ein Anzeichen für die Bildung einer Aktienkultur in Deutschland. Private Anleger hätten die Aktie als langfristige Anlageform unter anderem zur Altersvorsorge entdeckt.

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