Aus für Online-Versicherungsbörse
Versicherer holt sich blutige Nase im Internet

Die Zurich Financial Services (ZFS) stellt ihre Internet Online Global Insurance Exchange-Versicherungsbörse ein. In das Projekt hatte der Versicherer große Hoffnungen gesteckt.

HB DÜSSELDORF. Wie das "Wall Street Journal Europe" (WSJE) berichtet, hat Zurich Financial Services in den vergangenen drei Jahren 250 Mill. $ (283 Mill. Euro) in ihr Internet-Projekt investiert.

Über die Online-Versicherungsplattform sollten Versicherungskunden Policen online abschließen und Kontakte zu der Versicherung weitgehend online abwickeln können. ZFS versprach sich davon offenbar eine Ausweitung des Kundenstamms. Zudem wollten die Schweizer Versicherung Gebühren für die Nutzung der Online-Versicherungsplattform verlangen.

Daneben sollten Investitionen in eine Internetbank in Großbritannien die Position der Schweizer Versicherung im Bereich Electronic Business stärken. Die ZFS selbst bezifferte die Investitionen in die britische Internet-Bank auf 90 Mio GBP. Beobachter setzen die Summe mit 200 Mio GBP allerdings viel höher an.

Beide Online-Projekte der Schweizer Versicherungsgruppe ereilte das selbe Schicksal: Bislang blieben sie erfolglos, obwohl ZFS viel Geld in die Entwicklung der Technik investiert hat.

Insidern zufolge hatte die mit der Entwicklung beauftragte Software-Firma Channel Inc. -Point ständig neue Geldspritzen benötigt, um das Projekt am Laufen zu halten. Channel-Point lehnte eine Stellungnahme laut WSJE ab.

Als die Versicherungsbörse 2001 endlich lief, wollten nur wenige Geschäftseinheiten des Schweizer Versicherers die Online-Versicherungsbörse implementieren. "Niemand benutzte das System, weil niemand es verstand", so ein Insider laut WSJE. Andere Versicherer waren erst gar nicht an Bord geholt worden.

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