Aus Furcht vor Irak
Israel impft tausende Helfer gegen Pocken

Aus Furcht vor einem irakischen Biowaffen-Angriff lässt Israel etwa 15 000 Mitarbeiter des Gesundheitssystems gegen Pocken impfen.

HB/dpa JERUSALEM. Das beschloss die Regierung von Ministerpräsident Ariel Scharon am Mittwoch. Die Helfer sollten im Falle eines irakischen Raketenangriffs mit biologischen Kampfstoffen die Bevölkerung medizinisch versorgen können. Wenn ein Einsatz solcher Waffen tatsächlich absehbar werde, werde die gesamte Bevölkerung geimpft, sagte ein Sprecher.

Israel hat in den vergangenen Wochen seine Vorkehrungen für einen möglichen Angriff durch Bagdad verstärkt. Die israelische Regierung gehört zu den wenigen Befürwortern einer US-Militäraktion gegen den Irak. In den vergangenen Wochen stationierte die Armee unter anderem Batterien der Anti-Raketen-Rakete «Chez» (Pfeil) im Zentrum und Süden des Landes, um mögliche irakische Raketen abfangen zu können. Während des Golfkriegs von 1991 hatte der Irak insgesamt 41 Scud-Raketen auf Israel abgeschossen, die jedoch nur relativ geringen Schaden anrichteten.

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