Aus grundsätzlichen Erwägungen
General Electric will offenbar gegen EU-Fusionsverbot vorgehen

Der US-Konzern General Electric will nach Presseinformationen gegen das Verbot seiner milliardenschweren Fusion mit Honeywell durch die EU-Wettbewerbsbehörden vor dem Europäischen Gerichtshof Berufung einlegen.

afp NEW YORK. Wie die "New York Times" am Mittwoch unter Berufung auf Unternehmenskreise berichtete, spielen bei der Entscheidung grundsätzliche Erwägungen eine Rolle. Dabei gehe es um die bei dem Verbot von den Brüsseler Wettbewerbshütern aufgestellte Einschätzung, General Electric habe schon allein eine dominante Marktposition bei der Herstellung von Flugzeugtriebwerken für große Jets und Regionalflugzeuge. Diese Annahme würde auch künftige Fusionen und Zukäufe von GE erschweren. Eine Wiederbelebung des Fusionsvorhabens mit Honeywell sei dagegen nicht geplant.

Die Berufung muss der Zeitung zufolge bis Ende September beim Europäischen Gerichtshof eingehen. Es wäre erst die siebte Berufung eines Unternehmens gegen eine EU-Entscheidung gegen eine Fusion.

Die EU-Kommission hatte die 45 Mrd. $ (99,8 Mrd. Mark/51 Mrd. Euro) schwere Fusion zwischen GE und Honeywell Anfang Juli platzen lassen. Zur Begründung führte EU-Wettbewerbskommissar Mario Monti damals an, dass das Unterfangen den "Wettbewerb in der Luft- und Raumfahrtindustrie erheblich verringert und letztendlich zu höheren Preisen für die Abnehmer geführt" hätte. Die US-Kartellbehörden hatten dagegen grünes Licht für eine der größten Industriefusionen aller Zeiten gegeben.

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