Aus Sicherheitsgründen wird nur noch bei Tageslicht gearbeitet
Eindocken der "Kursk" verzögert sich um zwei Wochen

Die Hebung des russischen Atom-U-Bootes "Kursk" in ein Dock wird sich nach Angaben der russischen Marine aus Sicherheitsgründen um zwei Wochen verzögern. Bis die "Kursk" ins Dock manövriert sei, könnten noch zwei Wochen verstreichen, sagte Wjatscheslaw Popow, Kommandeur der russischen Nordflotte am Sonntag in einem Fernsehbericht des Senders "NTW".

Reuters MOSKAU. Nach der aufwendigen Bergung des 18 000 Tonnen schweren U-Bootes in der Barentssee war die "Kursk" am Mittwoch in den Hafen von Rosljakowo bei Murmansk gebracht worden. Vor über einem Jahr hatten zwei noch ungeklärte Explosionen an Bord des Atom-U-Boots zum Sinken gebracht. Alle 118 Besatzungsmitglieder kamen ums Leben.

Ein Regierungssprecher in Moskau sagte: "Zeit ist heute kein Faktor mehr." Die Operation sei einmalig und erfordere an erster Stelle Vorsichtsmaßnahmen. Nach einem Bericht des Senders "NTW" sind sich die russische Regierung und das dänische Bergungsunternehmen Mammoet darin einig, die Arbeit aus Gründen der Sicherheit nur noch bei Tageslicht fortzusetzen. Nach wie vor ist die "Kursk" an der Unterseite des Bergungsschiffes "Giant-4" befestigt. In einem nächsten Schritt soll das U-Boot auf ein Schwimmdock gehievt werden, das die "Kursk" vollständig an die Oberfläche bringen wird.

Nach Anordnung des russischen Präsidenten Wladimir Putin dürfen zuerst Gerichtsmediziner und Staatsanwälte das U-Boot betreten, um die Unglücksursache zu ergründen. Experten vermuten jedoch, dass vor allem im zerstörten Bug des U-Bootes, der erst im nächsten Jahr geborgen werden soll, Hinweise auf die Ursache zu finden seien.

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