Aus technischen Gründen unmöglich
Einzelhandelsverband rechnet nicht mit Dosenpfand

Der Einzelhandel erwartet, dass das umstrittene Dosenpfand nach der Bundestagswahl am 22. September vom Tisch ist.

WiWo/ap MANNHEIM. "Wir haben Signale aus allen Parteien mit Ausnahme der Grünen, dass die Pfand-Pläne nach der Wahl wieder in der Schublade verschwinden", sagte der Sprecher des Hauptverbandes des Deutschen Einzelhandels (HDE), Hubertus Pellengahr, dem "Mannheimer Morgen" (Freitagausgabe).

Die Einführung des Pfandes auf Bier, Mineralwasser und Limonade in Einwegbehältern bis Januar sei "allein schon aus technischen Gründen unmöglich". Die Organisation des notwendigen Rücknahmesystems erfordere "sehr viel mehr Zeit als sechs Monate", sagte Pellengahr dem Blatt. Der HDE-Sprecher widersprach Berichten, wonach sich einzelne Unternehmen bereits auf das Dosenpfand vorbereiteten.

Das Bundesverfassungsgericht hatte am Donnerstag eine Beschwerde von Handelsketten und Getränkeherstellern gegen das drohende Pfand abgelehnt und diese auf die Verwaltungsgerichte verwiesen. Diese Entscheidung bezeichnete Pellengahr in dem Interview als "ermutigend". Er kündigte nach der für kommenden Dienstag vorgesehen Veröffentlichung der Mehrwegquoten für das Jahr 2001 im Bundesanzeiger viele weitere Klagen an. Europaweit gebe es bereits "eine Flut von Verfahren" gegen die Pläne der rot-grünen Bundesregierung.

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