Ausbau des Musiklizenzenkataloges
Jack White plant Kapitalerhöhung

Die Jack White Productions AG, Berlin, plant zum Ausbau ihrer Geschäftsaktivitäten eine Kapitalerhöhung im Rahmen des genehmigten Kapitals. Denkbarer Zeitpunkt sei Ende diesen oder Anfang nächsten Jahres, sagte Vorstandsvorsitzender Jack White am Mittwoch in Berlin.

vwd BERLIN. Das maximale Volumen betrage 3,2 Mio EUR, was aber nicht komplett ausgenutzt werden müsse. Hintergrund für diese Maßnahme sei der Ausbau des Musiklizenzenkataloges. "Wir wollen einer der größten unabhängigen Musiklizenzrechteinhaber der Welt werden", sagte White.

Die Kapitalerhöhung gebe auch institutionellen Investoren die Möglichkeit, größere Anteile an dem Unternehmen zu erwerben. "Das Interesse institutioneller Investoren nahm in den vergangengen Wochen bereits erheblich zu", sagte der Vorstandsvorsitzende. Ein größere Übernahme von Anteilen durch Bertelsmann sei trotz des im April abgeschlossenen Vertriebsabkommens für die USA nicht vorgesehen. Diesen Vertrag bezeichnete White als "Meilenstein in unserer Entwicklung", da die Bertelsmann-Tochter BMG Ariola nur Label unter Vertrag nähmen, die mindestens zehn Mio USD Umsatz im Jahr erzielt hätten oder ein Produkt im Repertoire haben, mit dem das zu erreichen sei.

BMG-Vertrag positiv für US-Geschäft

Der Vertrag mit BMG könnte das US-Geschäft des Unternehmens beflügeln, das im vergangenen Jahr schlechter lief als erwartet. "Wir mussten feststellen, dass in den USA ein neues Label, das nicht im Vertrieb eines Majors ist, keine Chance hat, von Radiostationen akzeptiert zu werden", sagte White. Daher hätten die US-Töchter JWP USA und HOT JWP 2000 zusammen einen Verlust von 4,7 Mio DEM verzeichnet. In diesem Jahr werde aber mit einem deutlich positiven Ergebnis in Amerika gerechnet. Für den Gesamtkonzern erwartet White mindestens ein positives Nettoergebnis im "einstelligen Millionenbereich".

Operativ habe man das auch schon im ersten Quartal mit einem EBITDA von 1,4 Mio DEM nach minus 2,6 Mio DEM im Vorjahreszeitraum erreicht. Allerdings hätten Abschreibungen auf Wertpapiere, die sich aus der negativen Entwicklung an den Börsen ergeben hätten, zu einem Fehlbetrag nach Steuern von 0,9 Mio DEM nach US-GAAP geführt. In der Konzernprognose nicht enthalten sind Akquisitionen oder Katalogzukäufe. Zudem würden Umsatz und Ergebnis steigen, sobald einer der von White produzierten Künstler einen Chart-Erfolg lande. "Der nächste Hit kommt bestimmt", sagte White und betonte, dass er wieder selber mit Künstlern arbeiten und die durch den Börsengang reduzierte Arbeit im Studio verstärken werde.

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