Ausbau von Festnetzanschlüssen
Siemens erhält Millionen-Auftrag aus Ägypten

Der Siemens-Konzern hat sich während eines Ägypten- Besuchs des Vorstandschefs Heinrich von Pierer Aufträge im Wert von rund 900 Millionen Euro gesichert.

HB/dpa/rtr KAIRO. Pierer und Ministerpräsident Atef Ebeid unterzeichneten am Montag unter anderem einen Vertrag für den weiteren Ausbau des Telefon-Netzes in Ägypten mit einem Volumen von 650 Millionen Euro.

Vor der Unterzeichnung des Rahmenvertrages mit fünfjähriger Laufzeit traf Pierer in Kairo mit dem ägyptischen Präsidenten Husni Mubarak zusammen. "In Ägypten muss, wer einen Telefonanschluss beantragt, zum Teil immer noch mit langen Wartezeiten rechnen", sagte von Pierer. Ein Ausbau des Telefonnetzes sei aber wegen der Internet- Nutzung gerade für die Jugend besonders wichtig. Er habe mit Mubarak über verschiedene Möglichkeiten für deutsche Investitionen gesprochen, fügte er hinzu.

Der Siemens-Chef unterzeichnete in Ägypten noch zwei weitere Verträge in den Bereichen Pharma und Petrochemie. Demnach wird Siemens als Generalunternehmer eine Pharmafabrik zur Erzeugung von Antibiotika-Rohstoffen für den Export aufbauen. Dazu sei eine Absichtserklärung mit einem Volumen von 250 Millionen Euro unterzeichnet worden. Von Pierer war am Sonntag zum Ehrenpräsidenten der Deutsch-Arabischen Industrie- und Handelskammer mit Sitz in Kairo ernannt worden.

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