Ausbau von Standorten in Franken und Westfalen geplant
Lufthansa wird neuer Gesellschafter bei Eurowings

Mit zunächst 24,9 Prozent beteiligt sich die Lufthansa an Europas größter unabhängiger Regional-Fluggesellschaft. Der Kauf weiterer Anteile ist vorgesehen.

adx FRANKFURT/DORTMUND. Die Deutsche Lufthansa AG, Köln, steigt ab 2001 als neuer Gesellschafter bei der Eurowings Luftverkehrs AG , Dortmund, ein und beteiligt sich mit 24,9 % am Grundkapital der drittgrößten inländischen Airline. Ein Kauf weiterer Anteile sei bei kartellrechtlicher Freigabe vorgesehen, teilte die Lufthansa heute in Frankfurt am Main mit. Über den Kaufpreis vereinbarten beide Vertragspartner Stillschweigen.

Mit dem Einstieg der Lufthansa seien die wesentlichen Voraussetzungen geschaffen, um Eurowings als eigenständige und unabhängige europäische Fluggesellschaft auszubauen, sagte der Eurowings-Vorstandsvorsitzende, Friedrich-Wilhelm Weitholz. Durch die Beteiligung wollen beide Unternehmen in Nordrhein-Westfalen zusätzliche Direktverbindungen in europäische Wirtschaftszentren anbieten, betonte der Lufthansa-Vorstandsvorsitzende, Jürgen Weber.

Eurowings bleibt eine unabhängige Fluggesellschaft

Die Zusammenarbeit ermöglicht es Eurowings nach Aussage von Weitholz zudem, die Flotte aus derzeit 60 Flugzeugen zu modernisieren und die Standorte in Franken und Westfalen auszubauen. Eurowings bleibe eine unabhängige Fluggesellschaft mit einem eigenen Markenauftritt, betonte Weitholz.

Der Lufthansa-Aufsichtsrat muss am 6. Dezember dem Kauf noch zustimmen. Weber hatte den Aufsichtsrat am Vortag über die Pläne informiert. Lufthansa und Eurowings planen, mit einer engeren Kooperation im europäischen Linienverkehr "im Laufe des nächsten Jahres" zu beginnen. Dann wird Eurowings auch Mitglied im Vielfliegerprogramm "Miles & More" und damit 28. Partner-Airline im Kundenbindungsprogramm der Lufthansa.

Als größte unabhängige Regionalfluggesellschaft auf dem europäischen Kontinent hat Eurowings im Geschäftsjahr 1999 mehr als drei Millionen Passagiere befördert und einen Umsatz von 729 Mill. Mark erwirtschaftet. Derzeit bietet das Unternehmen auf dem deutschen und europäischen Streckennetz täglich 270 Verbindungen zu 62 Zielorten in 19 europäischen Ländern an und beschäftigt etwa 1 600 Mitarbeiter.

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