Ausbildung in Afghanistan
Mutmaßlicher Drahtzieher der Bali-Anschläge gesteht

Der mutmaßliche Drahtzieher der blutigen Bombenanschläge von Bali hat seine Beteiligung an der Tat gestanden. Der 35 Jahre alte Imam Samudra habe zugegeben, das Attentat geplant und ausgeführt zu haben, sagte der indonesische Chefermittler I Made Mengku Pastika am Freitag.

HB/dpa JAKARTA. Samudra war am Vortag festgenommen worden, als er mit einem Boot von Java aus auf die westindonesische Insel Sumatra flüchten wollte. Bei dem Anschlag auf zwei Nachtclubs waren am 12. Oktober mindestens 190 Menschen getötet worden, darunter auch sechs Deutsche.

Die Ermittler hatten Samudra am vergangenen Sonntag als Anführer der Attentats auf Bali benannt. Nach Polizeiangaben wurde er in Afghanistan im Bau von Bomben ausgebildet. Der 35-Jährige wurde bereits im Zusammenhang mit Sprengstoffanschlägen in Jakarta an Weihnachten 2000 als Terrorist gesucht und soll Mitglied der radikalen Islamistengruppe Jemaah Islamiyah sein. Die Organisation hat angeblich Verbindungen zum Terrornetzwerk El Kaida.

Der im Zusammenhang mit den Anschlägen von Bali bislang andere festgenommene Verdächtige, der Gelegenheitsmechaniker Amrozi, hatte Imam Samudra im Verhör bereits als Anführer der Gruppe bezeichnet. Beide Männer hätten sich erstmals am 5. August in der Stadt Solo in Zentral-Java getroffen, um die Anschläge zu planen.

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