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Ausbildungspakt unter Dach und Fach

Berlin (dpa) - Der Ausbildungspakt zwischen Bundesregierung und Wirtschaft ist unter Dach und Fach. Nach wochenlangem Streit wollen ihn Handelskammerpräsident Ludwig Georg Braun und Wirtschaftsminister Wolfgang Clement (SPD) noch heute (Mittwoch) unterzeichnen, erfuhr die dpa.

Berlin (dpa) - Der Ausbildungspakt zwischen Bundesregierung und Wirtschaft ist unter Dach und Fach. Nach wochenlangem Streit wollen ihn Handelskammerpräsident Ludwig Georg Braun und Wirtschaftsminister Wolfgang Clement (SPD) noch heute (Mittwoch) unterzeichnen, erfuhr die dpa.

Auch Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) werde dabei sein, hieß es. Ebenfalls für Mittwoch hat der Deutsche Industrie- und Handelskammertag eine Vollversammlung einberufen, in der die örtlichen Kammern auf den Pakt eingeschworen werden sollen.

Scharfe Kritik am Ausbildungspakt kam erneut vom DGB-Vorsitzenden Michael Sommer. Der Pakt werde das Lehrstellenproblem nicht lösen, sagte er der «Berliner Zeitung»: «100 000 Jugendliche suchen einen Ausbildungsplatz oder drehen eine Warteschleife. Und was tut die Wirtschaft: Sie redet von 30 000 Ausbildungsplätzen, vermengt das Ganze mit Praktika-Angeboten und versucht, das Problem kleinzureden und Zusammenhänge zu vernebeln.» Es liege auf der Hand, «dass sich die Wirtschaft ohne ein Gesetz schon bald nicht mehr an ihre Versprechen erinnern» werde.

Nach dpa-Informationen verpflichten sich mehrere Wirtschaftsverbände mit dem Pakt, bis zum Herbst rund 30 000 zusätzliche Lehrstellen anzuwerben. Für die Jahre 2005 und 2006 werden jeweils weitere 30 000 angestrebt. Für schwer vermittelbare Jugendliche sollen zudem bis 2006 auf Kosten der Bundesagentur für Arbeit jährlich rund 25 000 einjährige Betriebspraktika angeboten werden.

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