Ausbildungsplätze
Lehrstellenlücke kleiner als prognostiziert

Die Ausbildungsplatzlücke wird im Herbst nach Berechnungen des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) "kleiner sein als von der Bundesanstalt für Arbeit zuletzt prognostiziert". Ende September dürften noch etwa 20 000 bis 30 000 Lehrstellen fehlen, erklärte das IW am Dienstag in Berlin auf Basis seiner jüngsten rühjahrsumfrage zu Ausbildung und Beschäftigung, für die im Mai rund 900 Betriebe mit 1,6 Millionen Mitarbeitern befragt wurden.

vwd BERLIN. Allerdings beziehe sich diese Umfrage nur auf die Privatwirtschaft und nicht auf öffentliche Ausbildungsplätze und Förderprogramme, sagte IW-Geschäftsführer Hans-Peter Klös.

Komme es im öffentlichen Bereich beispielswiese zu einem deutlichen Ausbildungsplatzabbau, würden mehr Plätze fehlen. Dies erkläre möglicherweise zum Teil den Unterschied in den Berechnungen des IW zu der von der Bundesanstalt für Arbeit (BA) angenommenen Ausbildungsplatzlücke von 60 000 bis 70 000 Plätzen, sagte Klös. Als Ursachen für die fehlenden Ausbildungsplätze nannte er neben der schlechten konjunkturellen Situation und dem Fehlen einer wachstumsfördernden Wirtschaftspolitik auch eine mangelnde Qualifikation von Schulabgängern. Deswegen forderten 93 Prozent der Ausbildungsbetriebe eine bessere schulische Vorbildung.

Eine große Mehrheit der von dem wirtschaftsnahen Institut befragten Betriebe verlangte den Angaben zufolge außerdem eine steuerliche Entlastung für ihr Ausbildungsengagement. Eine Ausbildungsabgabe werde hingegen nur von einer knappen Mehrheit der Ausbildungsbetriebe befürwortet und von nicht ausbildenden Betrieben deutlich abgelehnt. Klös sagte, die Ausbildungsbetriebe sähen die größten Chancen zur Steigerung ihres Ausbildungsplatzangebots dann, wenn ihnen mehr Gestaltungsmöglichkeiten in der Ausbildung eingeräumt würden. Gut 60 Prozent würden der Umfrage zufolge zusätzliche Lehrstellen anbieten, falls solche Freiräume gewährt würden.

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