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Ausbleiben schlechter Nachrichten reicht für Aufschwung aus

Dow Jones-Index und Nasdaq zeigen sich in robuster Verfassung. Der Dow verbessert sich um 0,3 Prozent, die Nasdaq um 0,8 Prozent. Anleger freuen sich vor allem darüber, dass es zum Wochenausklang keine weiteren Negativ-Meldungen gibt. Zudem ist das Verbrauchervertrauen unerwartet stark gestiegen.

Die Konsumenten blicken wieder etwas positiver in die Zukunft. Das Verbrauchervertrauen, das von der Universität Michigan erhoben wird, ist auf ein Vier-Monats-Hoch geklettert. Es stieg stärker als von Experten prognostiziert. Ein gutes Omen für das Konsumverhalten der Bevölkerung. Trotz Entlassungen schöpfen die Amerikaner wieder mehr Vertrauen in die Konjunktur. Neben den positiven Wirtschaftsdaten profitiert der US-Aktienmarkt auch von guten Ertragsmeldungen und dem dreifachen Hexensabbath . Der Auslauftermin für Optionen und Futures scheint sich dieses Mal positiv auf den Markt auszuwirken.

Die Angaben für das Bruttoinlandsprodukt - die auf dem Parkett keine Rolle spielen - wurden abermals revidiert. Die Wirtschaftsleistung schrumpfte im dritten Quartal um 1,3 statt der zuvor ermittelten 1,1 Prozent.

Im Dow Jones Index gehören die Aktien von Honeywell zu den größten Gewinnern. Der Konzern, dessen Fusionspläne mit General Electric vor Monaten gescheitert sind, wird im vierten Quartal die Gewinnschätzungen einhalten können. Bei dem Telekommunikationsgiganten Nortel wird es zwar keinen Gewinn geben, der Verlust aber wird mit 16 Cents unerwartet gering ausfallen. Analysten rechneten mit einem Fehlbetrag von 18 Cents pro Aktie. Die Nachricht ist besonders beeindruckend, wenn man bedenkt, dass Juniper Networks , Motorola und Micron Technology die Erwartungen des Marktes enttäuschten. Das Nortel-Papier steigt um rund zehn Prozent.

Nachdem es gestern ein guter Tag für Palm war, kann sich die Aktie auch heute leicht verbessern. Trotz eines für Palm unvorteilhaft gefällten Gerichtsurteils. Ein Richter hat Xerox die Urheberschaft für das von Palm benutzte Handschrifterkennungssystem zugesprochen. Dabei handelt es sich um "Graffiti", das im Palm-Betriebssystem verwendet wird. Xerox hat die Patente, die 1997 angemeldet wurden, für diese Technologie für sich in Anspruch genommen und zuerkannt bekommen. Palms Interim-Chef Eric Benhamou ist sich nach wie vor sicher, dass keine Xerox-Patente verletzt würden. Er kündigte Berufung an.

Die Business Week schreibt in ihrer neuesten Ausgabe sehr überschwänglich über das Auktionshaus eBay . Es sei eines der wenigen Unternehmen, dem es sogar in einer Rezession gelinge, hohe Wachstumsraten zu erzielen. Zahlreiche Analysten werden in dem Artikel zitiert, die sich positiv über eBay äußern. Es gebe praktisch "keine wirkliche Konkurrenz" für das Auktionshaus. Es sei Weltmarktführer für die Vermittlung von Waren aller Art, hieß es. Obwohl die Aktie relativ hoch bewertet sei - sie steht zurzeit bei einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 145 auf Basis der 2002er-Gewinne - sei es gerechtfertigt, das Papier angesichts der Wachstumsrate zu kaufen.

Nike konnte mal wieder seit langem mit positiven Nachrichten aufwarten. Der größte Turnschuhhersteller der Welt konnte im vergangenen Quartal seinen Gewinn um acht Prozent verbessern. Die Analystenschätzungen konnte Nike übertreffen. Auch der Umsatz stieg gegenüber dem Vorjahr. Dem Unternehmen sei es gelungen, die Kosten in den Griff zu bekommen, sagte der Vorstand bei der Vorlage der Vierteljahreszahlen. Zudem habe sich der Absatz in Ländern außerhalb Amerikas verbessert.

Rezession hin oder her: Haushaltswaren verkaufen sich in den USA immer noch gut. Marktführer Bed Bath & Beyond hat im Quartal, dass zum 30. November endete, einen Gewinn abgeliefert, der gegenüber dem Vorjahr um ein Drittel geklettert ist. Auch der Umsatz konnte sich merklich in die Höhe schrauben. Auch der Expansionskurs geht fast ungebremst weiter - in 2002 sollen 88 neue Geschäfte eröffnet werden.

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