Ausblick
Analysten: BASF dürfte Prognosen treffen

vwd FRANKFURT. Bei der BASF AG, Ludwigshafen, die am Mittwoch ihre Konzernzahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr veröffentlichen wird, rechnen Analysten mit einer Einhaltung der Prognosen. Vorstandsvorsitzender Jürgen Strube hatte im November angekündigt, in 2000 das Ergebnis der Betriebstätigkeit vor Sondereinflüssen um mehr als zehn Prozent zu steigern. Wie in Marktkreisen kolportiert wird, soll das Betriebsergebnis vor Sonderposten um gut 15 % auf rund 3,4 (2,95) Mrd Euroo gestiegen sein. Beim Umsatz wird ein Wachstum um etwa 20 % auf etwa 35,5 (29,5)  Mrd. Euro für wahrscheinlich gehalten.

Damit dürften Umsatz und Ergebnis des vierten Quartals höher ausgefallen sein, als von Analysten ursprünglich erwartet. Die konjunkturelle Abschwächung in wichtigen Absatzgebieten dürfte dennoch in den letzten drei Monaten des Jahres gegenüber dem dritten Quartal zu einem leichten Erlösrückgang geführt haben, betonen Analysten. Beim Ergebnis vor Steuern rechnet die WGZ-Bank mit einem Anstieg um 4,9 % auf 2,73 Mrd Euro, ein Jahresüberschuss prognostiziert die Bank ein Wachstum um drei Prozent auf 1,27 Mrd Euro. Für die Frankfurter Börsenbriefe zählt BASF mittlerweile zur Chart-Elite im Dax.

Nach der endgültigen Genehmigung des Verkaufs der Pharmasparte an Abott Laboratories für 6,9 Mrd $ könne das Unternehmen nun sein Kerngeschäft Chemie (inklusiv hochveredelter Chemikalien, Kunst- und Farbstoffe, Lacke und Pflanzenschutzmittel) weiter vorantreiben. Im vergangenen Jahr ist der Konzern bei der Optimierung des Portfolios ein gutes Stück vorangekommen. Neben dem Verkauf der Pharmasparte für einen relativ hohen Preis ist beispielsweise mit Shell ein Joint Venture für Standardpolymere gegründet worden. Im Pflanzenschutz gelang mit dem Kauf von American Cynamid der Sprung auf Platz drei.

Im laufenden Jahr rechnet die HypoVereinsbank nach diesen Kraftakten eher damit, dass sich das Unternehmen auf das organische Gewinnwachstum in der Gruppe konzentrieren wird. Trotz der sich abzeichnenden Konjunkturschwäche in den USA gehen Analysten auch im laufenden Jahr von der Einhaltung der Gewinnprognose aus. Für 2001 und 2002 hat Konzernchef Jürgen Strube eine jährliche Steigerung des Betriebsergebnisses vor Sondereinflüssen um zehn Prozent angekündigt.

Zwar bereitet die Entwicklung in den USA auch den Ludwigshafenern Sorge, da BASF jedoch mehr als die Hälfte seines Umsatzes immer noch in Euroopa erwirtschaftet und auch in der Wachstumsregion Asien gut aufgestellt ist, ist die Abhängigkeit von der US-Konjunktur geringer als beispielsweise bei US-Konkurrenten wie DuPont oder Dow Chemical. Durch den Zufluss von 6,9  Mrd. US-$ aus dem Verkauf von BASF Pharma existieren, so die HypoVereinsbank, quasi keine Nettofinanzschulden mehr. Die finanzielle Stärke des Unternehmens biete daher genügend Spielraum für einen weiteren Aktienrückkauf höhere Dividenden und weitere Akquisitionen, die der Verbesserung des Portfolios dienen.

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